Assmonkeycastle Hellnight 3 | Mit: Mad Sanity, Kerium, Lost In A Maze und Rocky Lewis

Verfasst am 10. April 2016 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen, Regionale Bands) — 1.260 views

09.04.2016 – JuKuZ, Aschaffenburg

Wow, was für ein Erfolg! Schon die letzte Ausgabe der Assmonkeycastle Hellnight war gut besucht – doch die dritte Ausgabe des illustren Treibens aller hartmetallischer Stilrichtungen kann am Ende des Abends fast 250 Besucher zählen. Das ist mehr, als manch eine bekannte Truppe im Colos-Saal vorweisen kann. Respekt an alle Beteiligten und Glückwunsch an die Macher! Das Format scheint sich als feste Institution etabliert zu haben.

Rocky Lewis

Rocky Lewis

Anfängliche technische Probleme bereiten Rocky Lewis einen erschwerten Start. Doch Stück für Stück rockt sich das Trio warm und liefert heute u. A. eine bärenstarke Version von „In Another Life“ und „Reigned By Reptiles“. Live-Knaller wie „Jiheads“ oder „London Is Burning“ funktionieren eh immer. Schade, dass am Ende die auslaufende Zeit der Zugabe einen Strich durch die Rechnung macht.

Danach bestreiten Lost In A Maze ihren ersten Gig seit zehn Jahren, weshalb sich natürlich viele Neugierige im gut gefüllten Saal versammelt haben. Ebenfalls kurz durch eine kleine technische Hürde verzögert, zeigt das Quartett anschließend, dass es in der vergangenen Dekade nichts verlernt hat. Die Band strahlt große Selbstsicherheit, Coolness und Souveränität aus, während sie sich vor schickem Bühnenbild durch Klassiker wie „Vicious Circle“ oder „Absolute Power“ zockt. Zum Teil sogar erstaunlich textsicher von den Anwesenden (die gerne noch etwas mehr hätten abgehen dürfen) begleitet. Dazu hat die Truppe auch überraschend viele neue Songs mitgebracht, die bereits jetzt schon gehörig Spannung aufs neue Album erzeugen konnten. Welcome Back!

Lost In A Maze

Lost In A Maze

Zeit, das Fort Kerium zu errichten! Der Thrash irgendwo im Spannungsfeld zwischen Metallica und Anthrax (mit einer Prise Iced Earth) zieht zwar nicht ganz so viele Leute vor die Bühne wie der Crossover der im Labyrinth Verlorenen – dennoch kann die Band inzwischen auf eine treue Fangemeinde zählen, die die Band an vorderster Front unterstützt. Mir persönlich könnte die Performance noch etwas mehr Bewegung und „Dreck“ vertragen – sie ist mir für diese Art Musik etwas zu statisch und sauber. Aber das mögen andere auch anders sehen… Die Band passt jedenfalls perfekt ins Billing und liefert heute den thrashigsten Farbtupfer des Abends.

Dass der Saal um Mitternacht noch mehr als gut gefüllt ist, lässt schon erahnen, dass die Leute immer noch „Bock auf Rock“ haben. Eine Steilvorlage also für die junge Cover-Truppe Mad Sanity, die heute ihr Aschaffenburg-Heimdebüt gibt.
Mit solchem technischen Können und einem smarten Energiebündel wie Sabrina am Mikrofon kann man dann auch wenig falsch machen. Außerdem: Wer sich an Tool herantraut und dabei auch noch eine gute Figur macht, dem kann man nur auf die Schulter klopfen!
Etwas mehr „Action!“ auf der Bühne würde dem gemischten Quintett auch noch etwas mehr Kick verleihen – aber auch so bilden Mad Sanity einen super Abschluss für die überaus gelungene dritte Assmonkeycastle Hellnight.

Wir sehen uns dann alle zur vierten Ausgabe, ja?

Text: (mk)
Bilder: (mst)

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