Devin Townsend Project ׀ Vorband: Klone

Verfasst am 24. Juli 2015 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 1.062 views

22.07.2015 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Wenn man sich die medial opulenten letzten Shows des Devin Townsend Projects zum Vergleich hernimmt, dann könnte man sagen, dass der schräge Kanadier heute richtiggehend bodenständig unterwegs ist.
Keine Videoschnipsel-Vorfilme, kein Ziltoid-TV- oder Radio-Programm, keine Einspielungen, keine Leinwände. Einfach nur Dev und Band.

Devin TownsendDoch optisch zurückhaltend heißt nicht, dass dies auch musikalisch gilt. Gewohnt überdreht, aufgedreht (und auch verdreht) leitet Devin durch knapp 1,5 Stunden Programm, in denen natürlich die beiden neuen Alben „Sky Blue“ und „“ im Fokus stehen. Vor allem das schräge Tim-Burton-meets-Musical-Marschmusik-artige „March Of The Poozers“ kommt live super an.
Schön ist auch, dass Devin auf jeder Konzertrundreise immer wieder andere Songs ins Programm nimmt. So ist die Setlist diesmal beinahe komplett anders als Ende 2014 in Frankfurt am Main. Teils sehr selten gespielte Stücke wie „Deadhead“, „Namaste“, „Kingdom“ oder „Christeen“ erfreuen alle Alt-Fans, die mit dem Ziltoid-Puppentheater nix anfangen können. Grandios ballert heute auch das Metal-Gospel-Stück „Grace“ vom Album „Epicloud“.
Der überladene Sound mag nicht jedermanns Geschmack sein, doch dieser ist eben (wie bei den CDs ja auch): Typisch Devin.

KloneIm Vorprogramm konnten sich die ca. 250 Anwesenden über die französische Antwort auf Tool freuen. Klone gastierten erneut im Colos-Saal und zogen von Song zu Song immer mehr Zuörer in ihren Bann. Die eigenwillige Mixtur aus Progressivem Material, zähen Strukturen, schweren Grooves und einer Prise Grunge braucht eben ihre Zeit, um sich voll zu entfalten. Den Applaus am Ende haben sie sich jedenfalls ehrlich verdient.

Text: (mk)

Bilder: (mst)

 

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