Ajana – „Dualismus?

Verfasst am 24. Juli 2015 von Michael Klein (Kategorie: CD-Rezensionen, Regionale Bands) — 883 views

Für einen kurzen Moment dachte ich, dass ich die falsche CD eingelegt habe, denn nach dem Intro brettert „Outside“ ziemlich heftig los und hat zuerst noch wenig gemein mit den doomigen Sounds, die ich mit Ajana in Verbindung bringe.

Doch sobald das Tempo sich drosselt und die ehemalige Wahl-Würzburgerin Luise beginnt zu singen, wird klar, mit wem wir es hier zu tun haben.
An ihrer Stimme werden sich natürlich weiterhin die Geister scheiden. Die einen werden die entrückte Unsicherheit (ähnlich der von Lacrimosas Anne Nurmi) schätzen, die anderen werden sich daran stören.
Einigkeit wird beim musikalischen Fundament sein. Der 90er Goth-Doom (im Stile von Tiamat, The Gathering, My Dying Bride etc.) wurde von den beteiligten Musikern (neben Luise noch Simon Schillinger und Cornelius Heck) und Produzent Christoph Brandes toll in Szene gesetzt und bietet zudem mit einigen folkigen (und sogar orientalischen sowie symphonischen Nuancen) auch eine schöne Erweiterung des Bandklangkosmos.
Dualismus?“ klingt härter als „Home In Decay“ – was vielleicht auch am deutlich druckvolleren Sound und den bärenstarken Instrumental-Passagen und Uptempo-Momenten (wie z. B. in „Nonexistence“ oder „Profanation“) liegt.

Dualismus?“ ist ein wirklich spannendes Album geworden, das seinen Vorgänger mit Bravour toppt. Fans von doomigen Metal mit dezent gothiger Note sollten das Album auf jeden Fall anhören! (mk)


Ajana_Cover-Dualismus

Bewertung: 11/15 Punkte
Genre: Doom/Gothic Metal
Herkunft: Deutschland
Label: Eigenvertrieb
Veröffentlichungsdatum: 24.07.2015
Homepage: www.Ajana.weebly.com

Tracklist

  1. …et non descendit
  2. Outside
  3. In The Past I Thrive
  4. Itinerary
  5. Nonexistence
  6. The Yellow House
  7. Profanation
  8. Descending
  9. Procession


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