Second Relation

Verfasst am 01. Februar 2013 von Michael Klein (Kategorie: Band Of The Month, Interviews) — 1.567 views

Beziehung 2.0

Ein Album wie „Abiona“ sollte auf gar keinen Fall ungehört an Prog-Rock- und Metal-Fans vorbeigehen. Denn wie schon beim Vorgänger „Lynette“ entstand im Hause Second Relation ein absolut überzeugendes Album.
Den Youngster- und Bandcontest-Gewinner-Bonus konnte die Österreichische Formation locker abschütteln und gleich mehrere Schritte auf einmal machen. So steckt „Abiona“ viele andere Alben des Genres locker in die Tasche und macht Second Relation zur würdigen ersten Band Of The Month im Jahr 2013!

Sänger Bastian war so nett, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Metal-Aschaffenburg: Hallo, schön, dass ihr euch wieder ein bisschen Zeit für uns nehmt!
Beim letzten Interview hast du noch mitten in deinen Maturavorbereitungen gesteckt. Hast du denn alles gut und erfolgreich hinter dich gebracht?

Bastian: Hallo Michael! Ich und die Anderen haben die Matura erfolgreich bestanden! Man muss aber dazu sagen, dass es im Leben durchaus höhere Latten gibt, die zu überqueren sind. Mittlerweile ist das ja schon eine Weile her und wir befinden uns alle in unterschiedlichsten Studien. Simon, unser kleines Genie, vertreibt sich die Zeit mit Zahlen und Formeln. Michael hat sich der Photographie und dem Film verschrieben. Julian wird jeden Tag ein kompetenterer Musikkaufmann, treibt Thomann als Konkurrenten bald in den Ruin. Und Daniel und ich genießen das Musikstudium am Mozarteum in vollen Zügen.

Second RelationGlückwunsch zu eurem zweiten Album „Abiona“! Ich finde, ihr habt einen enormen Qualitätssprung gemacht! Wie viel Arbeit und Vorbereitung steckt denn im Album?

Vielen Dank! Wir freuen uns natürlich sehr, dass das Album so gut ankommt. Es steckt auch sehr viel Arbeit dahinter, da wir wieder viel in Eigenregie gearbeitet haben. Wie es so aussieht ist das aber vielleicht unsere Art, Alben zu produzieren. Wir haben das Zepter selber in der Hand und das was zählt sind UNSERE Vorstellungen und Wünsche, nicht die anderer!

Ich finde Second Relation klingen Anno 2012 wesentlich eigenständiger.
Die ständigen Opeth-Vergleiche, die euch zu Zeiten von „Lynette“ ein bisschen genervt hatten, sollten ja spätestens jetzt Geschichte sein, oder?

Sind sie aber noch nicht! Haha. Zu Recht… müssen wir heimlich zugestehen, da es nicht zu leugnen ist, dass Opeth und Co. Vorbilder sind und den Sound unserer ersten beiden Alben beeinflusst haben. Aber wie du finde auch ich, dass wir einen großen Schritt in Richtung Eigenständigkeit gemacht haben. Dieser Schritt wird beim nächsten Album vielleicht zu einem Sprung.

Welche Geschichte erzählt „Abiona“? Schon wieder ’ne Frauengeschichte?

Das Konzept, unsere Alben mit Frauennamen zu betiteln war eine Idee, die uns während dem Songwritingprozess zu „Lynette“ eingefallen ist. Sie soll Ausdruck unseres Respekts gegenüber allen Frauen dieser Welt darstellen, in einer künstlerisch-verschleierten Eleganz verpackt. Ausgenommen sind natürlich ethisch zu hinterfragende Serienkillerinnen, usw. Eine weibliche „Dexter“ wäre aber meiner Meinung nach definitiv vertretbar, haha.
Es ist deshalb also keine Frauengeschichte per se. „Abiona“ erzählt in drei Kapiteln die Geschichte über Abiona, Stanley und Joseph, deren Zusammenkommen, deren Beziehung zueinander und deren Überleben in einer zerdrückenden Welt. Ich spoile aber nicht, keine Angst… J.K. Rowling hätte es bestimmt nicht viel spannender schreiben können, haha.

Second Relation AbionaInwiefern ist denn das (übrigens äußerst gelungene!) Artwork mit dem konzeptionellen Inhalt verbunden – und wer hat dies für euch angefertigt?

Das Artwork wurde von meiner Schwester Johanna R. Berchtold gemalt. Wir haben großes Glück, denn sie versteht unsere ästhetischen Vorstellungen besser als wir selbst. Das Artwork repräsentiert ein Grundgefühl, das während des Hörens im besten Falle bestätigt wird. Die Farben mischen sich mit den Klangfarben und die Bilder werden zu Schauplätzen der Musik. Nur durch das Zusammenspiel dieser Faktoren wird ein Album zu einem Kunstwerk. Sollte „Abiona“ dieses Ideal noch nicht erreicht haben, liegt das definitiv daran, dass wir mit unserem musikalischen Input dem Künstlerischen von Johanna noch hinterherhinken.

Wie sehen denn die weiteren Pläne bei Second Relation aus?

Anstatt unser Material tot zu verwerten, wollen wir unsere Energie in neues Material, in neue kreative Ideen investieren. Mein persönliches Ziel ist es, ein drittes Album im nächsten Jahr zu veröffentlichen, das mich dann wieder für eine gewisse Zeit zufrieden sein lässt mit meinem musikalischen Schaffen.

Vielen Dank für das Interview!

Danke dir Michael für das Interesse an unserer Musik!

(mk)

 

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