Disstorture

Verfasst am 26. Oktober 2023 von Michael Klein (Kategorie: Band Of The Month, Interviews, Regionale Bands) — 495 views

Bock auf coolen Thrashpunk? Dann Eat Diss!

Mit Disstorture steht ein cooles neues Projekt in den Startlöchern, das nicht nur mit der frischen „Eat Diss“-Debüt-EP begeistern kann, sondern am 28.10. auch seine Live-Feuertaufe bestreitet! Wir quatschten vorab kurz mit Bandgründer Chris Torture

Metal Aschaffenburg: Chris, die Idee hinter Disstorture ist kein Schnellschuss, sondern eine, die du schon lange umsetzen wolltest, richtig?

Chris Torture: Das ist richtig. Das hat viele Jahre in mir gebrodelt. Die Riffs zu „Barbecyou“ und „Booze Patrol“ waren sogar mal für The Suicide Kings geplant wurden aber nicht mehr umgesetzt.

Gutes Stichwort. Der Sound erinnert mich natürlich sehr an deine Zeit bei The Suicide Kings, die ebenfalls Punk (etwas mehr) und Metal (ein bisschen) verknüpft hatten.
Disstorture geht diesen Weg jedoch noch konsequenter und lässt noch mehr (unterschiedliche) Metal-Einflüsse zu. Wie wichtig war dir die Mischung beim Schreiben der Songs?

Das ist auf jeden Fall nicht geplant. Die Mischung entsteht einfach beim Schreiben. Da fließen einfach meine Einflüsse mit rein und die sind halt ursprünglich aus dem Punk und Thrashbereich. Im Endeffekt schreiben wir Mucke die uns taugt und die wir so auch selber feiern und hören würden.

In den Texten steckt einerseits Spaß, andererseits durchaus auch gesellschaftliche Kritik.
(Steckt hier der Einfluss deines zeitweisen Projekts Saitenstrolch drinnen?)
Auf wen habt ihr es denn in „Barbecyou“ und „Eat Your Words“ abgesehen?

Nein, das Akustikprojekt hat damit nichts zu tun. Disstorture ist ganz eigenständige Mucke. Ich habe auch keinen Bock mehr drauf, mich über diese ganze Politikscheisse zu sehr aufzuregen oder zu äußern. Darum geht es auch in „Eat your words“. Egal welcher Politiker oder welche Partei da mal an die Macht kommt, das ist doch reine Wendehalspolitik. Hauptsache die Wahl wird gewonnen und dann werden sich die Taschen vollgestopft.
„Barbecyou“ ist meinem Nachbarn gewidmet der mir und meiner Familie seit fast 7 Jahren das Leben schwer macht.

Ich finde es super, dass der Sound nicht mit allen Mitteln bewusst auf old-school getrimmt wurde, sondern ein druckvollen, modernen Sound erhalten hat. War das eine Zielsetzung?

Ja wir wollten definitiv einen vernünftigen Sound. Ich finde da hat Matze (von Unleash The Sound – Anm. v. MK) auch unsere Wünsche perfekt umgesetzt. Old-school hin oder her, das ballert so doch einfach richtig schön und so muss das eben sein.

Habt ihr die Scheibe denn als Duo eingespielt?

Genau, ja. Das heißt Alex hat die Drums eingeknüppelt und der Rest wie Bass, Gitarre und Vocals war dann mein Part. Der schönste Teil war dann aber der Groupshout-Tag. Sowas ist immer eine Mordsgaudi. Die Samples von „Booze Patrol“ z.B. sind auch erst im Studio spontan entstanden. Herrlich!

Verstärkt ihr euch für Live-Shows mit weiteren Musikern oder werdet ihr dort auch als Duo auftreten?

Nein, da fehlt sonst der Druck. Wir haben einen guten Freund der uns am Bass supportet.

Ich freu mich schon auf übermorgen!
Viel Erfolg mit Disstorture!

(mk)

 

https://disstorture.bandcamp.com/album/eat-diss

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