Betrayers Ball 2016 | Mit: Betrayal, Sasquatch, Straight From Hell und Kerium

Verfasst am 12. Dezember 2016 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen, Regionale Bands) — 561 views

10.12.2016 – JuKuZ, Aschaffenburg

Leute, es kann doch nicht euer Ernst sein!
Da spielt eine der besten Metalbands aus Aschaffenburg im JuKuZ – dazu eine der besten Würzburger Todesbleikapellen, eine starke Truppe aus Fulda und – sonst immer ein Garant für ’nen Schwung Fans: Kerium – und wo sind die Besucher?
Sind Euch die läppischen neun Euro an der Abendkasse zu teuer? Da muss ich doch lachen! Das sind ja gerade mal 50 Cent pro an diesem Abend spielenden Musiker. Das kann es nicht sein…
Leidet ihr alle an einem Überdruss an regionalem Metal? Dann wundert euch nicht, wenn in Zukunft gar nichts mehr geht. So verliert ja jeder Veranstalter die Lust was zu planen!
Welche Ausreden auch immer dafür gesorgt haben, dass gerade einmal 30-40 Gäste den Weg zum Betrayers Ball gefunden haben. Es ist wirklich schade, denn die Veranstalter Betrayal haben hier nicht nur ein tolles Billing, sonder auch ein tolles Konzept als solches auf die Beine gestellt und es bleibt zu hoffen, dass dieses auch 2017 eine Fortsetzung erhält. Wenn dann keiner hingeht, verdient die Szene auch keine solchen Events mehr…

Kerium dürfen den Abend mit ihrem ureigenen, grob gerührten Süppchen aus Metallica, Maiden und diversen Thrash-Kapellen eröffnen. Man sieht den Jungs an, dass sie Spaß daran haben, ihre Songs zu spielen – aber mir fehlt irgendwie immer der Arschtritt von der Bühne aus. Etwas weniger statisch und mit mehr Bewegung und Energie dürfte die ganze Sache noch viel druckvoller rüberkommen.

_mg_3171Das braucht man den vier Fuldaern (Fuldaranern? Fuldanesen?) von Straight From Hell nicht erklären. Vom ersten Ton an geben die Jungs Vollgas und schaffen es, mit vollem Einsatz Stück für Stück die erste Reihe immer weiter vor die Bühne zu ziehen. Respekt! Außerdem macht der derbe Death Metal mit seinen Deathcore-Einschüben live auch gut was her. Vor allem das kantige „Destroy“ bleibt mir im Gedächtnis. Starker Auftritt, der bei einem Schwung mehr Besuchern wahrscheinlich auch den liebend gern gewünschten Moshpit eingebracht hätte.

Im Anschluss durften Sasquatch (erstmals?) ihre Krallen in Aschaffenburger Boden schlagen. Wer die Würzburger schon einmal gesehen hat, der weiß, was zu erwarten ist: Gnadenlos effektiver, grooviger Death Metal, der von den sympathischen Muckern mit richtig viel Schwung von der Bühne getreten wird. So muss das!

_mg_3286Über Betrayal muss man nicht mehr viel sagen. Diese Band müsste mit ihrer überragenden Qualität längst ein, zwei oder sogar drei Ligen weiter oben Musizieren. Es hat bis jetzt einfach nur das Quäntchen Glück gefehlt, um weiter durchzustarten.
Vielleicht klappt dies ja mit dem nächsten Album. Denn die Band zieht sich in der nächsten Zeit zurück, um neue Songs zu schreiben. Und wetten es wird großartig! Bis bald Jungs!

Text: (mk)
Fotos: (mst)

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