Machine Head | Vorbands: Darkest Hour, DevilDriver, Bring Me The Horizon

Verfasst am 29. November 2011 von Fallen (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 1.130 views

24.11.2011 – Hugenottenhalle, Neu-Isenburg

Nachdem ich zum eigentlichen Einlass um 18:30 Uhr noch draußen vor der Halle stand, aber schon laute Töne von drinnen vernahm, beschloss ich, mich doch einmal ins Warme zu begeben. Dort bemerkte ich alsbald, dass Darkest Hour, von denen ich nichteinmal wusste, dass sie spielen, den Abend frühzeitig eröffneten. Dafür war der Sound aber vortrefflich und das Publikum sehr träge. Nur wenige sahen sich veranlasst, während der Show mitzuklatschen oder gar zu bangen. Mich selbst überzeugten die Jungs aus Washington D.C. auch nicht sonderlich, aber sie bekamen noch das Prädikat: Solide. (mat)

Wie auch schon bei In Flames war mir das Glück nicht hold und ich kam zu spät zum Konzert. Darkest Hour hatte ich komplett verpasst (was mir aber recht schnuppe war) und auch, dass ich den Anfang der zweiten Vorband verpassen würde war mir egal, da ich dachte, dass das Bring Me The Horizon sein würden. Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass DevilDriver spielten, die ich unbedingt sehen wollte. Also Ellenbogen raus und mit vollem Körpereinsatz durch den Moshpit gekämpft – pünktlich zum Beginn von „Dead To Rights“ stand ich in der dritten Reihe und konnte endlich den Wahnsinn genießen. Die Band war super motiviert und heizte dem Publikum ordentlich ein, welches wiederrum die Band feierte. Großes Manko war aber der Sound; die Gitarren waren viel zu leise, so dass die unverkennbaren Leadmelodien wie z. B. in „Clouds Over California“ oder „I Could Care Less“ stark untergingen. Sehr schade, aber im Endeffekt trotzdem ein klasse Auftritt. (ma)

Den Auftritt von Bring Me The Horizon nutzen wir für eine kleine Pause, um Kraft für die mächtigen Machine Head zu sammeln und uns über die völlig übertriebenen Merchandise-Preise aufzuregen (30 € für ein T-Shirt und 50 € für einen Kapuzenpulli: lächerliche Frechheit). Währenddessen hörten wir im Hintergrund den nölenden Sänger von BMTH und die klassischen Metalcore-Riffs. Die Engländer klingen für mich immer zu eintönig, auch wenn sie auf der Bühne ordentlich Gas gegeben haben. Den Fans hat es anscheinend gefallen, denn das Quintett wurde mit ordentlichem Applaus verabschiedet und gaben die Bühne für den eigentlichen Grund unseres Erscheines frei. (mat)

Wie erwartet eröffneten Machine Head ihr Set mit „I Am Hell (Sonata in C#)“ und „Be Still And Know“, denn mit den beiden Stücken beginnt auch ihr aktuelles Album. Als direkt im Anschluss das Intro von „Imperium“ erklang, ging ein kollektives Erstaunen durch das Publikum, hatte doch fast jeder diesen Song als Zugabe oder zumindest gegen Ende erwartet. Die Visualisierung der Songs war phantastisch, Auf eine große und zwei kleine Leinwände wurden immer verschiedenste Motive und Sequenzen projeziert – meist schlicht, aber perfekt zum jeweiligen Song passend wurden so nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen beglückt. Von den 15 Songs bestand „nur“ ein Drittel aus Songs der neuen Scheibe, denn Songs wie „The Blood, The Sweat, The Tears“, „Beautiful Mourning“, „Aesthetics Of Hate“ oder „Ten Ton Hammer“ dürfen live einfach nicht fehlen.
Die Stimmung war phänomenal, das Publikum fraß Sänger Robb Flynn förmlich aus der Hand, der wiederum zum Dank hin und wieder seine Biere verschenkte. Fast zwei Stunden haben die Oaklander gespielt, als die Zugabe, bestehend aus „Halo“ und „Davidian“, vorbei und damit auch das Konzert rum war. Mal wieder haben sie bewiesen, dass sie einfach auf die Bühne gehören und dort sehr gern gesehen sind. Möglichst bald wieder! (ma)

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