Königlich

Verfasst am 18. April 2011 von Fallen (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 794 views

King’s X | Vorband: Klone

15.04.2011 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Eigentlich hatte ich noch überhaupt keine Lust auf dieses Konzert und habe mich etwas demotiviert an den üblichen Platz im Colos-Saal gestellt. Die Leute um mich herum waren relativ gut drauf, schließlich war es auch Freitag, und freuten sich auf King’s X. Als ich dann erfuhr, dass die Vorband aus Frankreich kommt war, ich wieder etwas gespannter, da aus unserem schönen Nachbarland in letzter Zeit sehr viel kreative und gute Musik kam.

p1070681Und das bestätigte sich auch, als Klone den Abend eröffnete, deren Musik wie ein Kochrezept zu beschreiben ist: Man nehme viel Tool, ein wenig Riverside und mische etwas Meshuggah dazu. Verfeinert wird das ganze mit skurrilen Blasinstrumenten, kreativem progressiven Songwriting, gutem Gesang, sowie variables und treffendes Schlagzeugspiel. Als Dessert serviert man eine gute Bühnenshow und viel Leidenschaft.
Das Publikum gab kräftigen Applaus für die Darbietung der Franzosen und auch während der Songs waren einige bereit, rhythmisch zu klatschen und sich ein wenig zu bewegen. Nach einer knappen dreiviertel Stunde verließen Klone dann leider schließlich die Bühne, denn für mich war das schon das Highlight des Abends.

p1070730Nach kurzer Pause betrat dann der Hauptakteur die Bühne und die Stimmung schwankte in Richtung sehr gut. Das zahlreiche Publikum applaudierte laut und sang schon gleich den ersten Refrain komplett mit. So ging es den kompletten Abend weiter. King’s X begeisterte die Menge mit ihrem groovigen Blues-Rock, der doch sehr gegensätzlich zur progressiven Vorband wirkte. Die Fans störte das freilich nicht und klatschten begeistert nach jedem Song Beifall. Es war auch immer wieder schön, wenn das Publikum die Lieder mitsang und dabei sogar einiges an Talent bewies, denn selten hörte man ganz schiefe Töne. Nach „Over My Head“ stimmten sie sogar einen schönen Kanon an und sangen stetig „Music, music…“. Das begeisterte auch die Musiker von King’s X und diese gaben bis zum Ende noch mehr Gas. Teilweise übertrieben sie es leider mit zu langen Breaks und dem Schlagzeuger konnte ich nie zusehen, weil er so verkrampft spielte. Das ist aber wohl mein persönlicher Geschmack. Dennoch machte der Groove-Rock Spaß und trotz kleiner Bewegungsfreiheit, da beide Axtschwinger sangen, war der Auftritt nicht steif, sondern ausreichend dynamisch. Nach einer zehnminütigen Zugabe, bei der der erste Song komplett vom Publikum gesungen wurde, verließen sie die Aschaffenburger Bühne und beendeten damit ihr ca. eineinhalbstündiges Best-Of-Set.

Die Fans waren definitiv zufrieden und ich auch, Dank der Vorband Klone, denn King’s X waren zwar durchaus gut, doch mir war es auf Dauer zu eintönig. Trotzdem ein super Abend! (mat)

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