Driven By Entropy – „Demo 2010“

Verfasst am 11. März 2010 von Mathias Anthes (Kategorie: CD-Rezensionen) — 1.739 views

Vorbildfunktion

Viele Bands eifern ihren Vorbildern nach, doch nur wenige Bands schaffen es, diese ein- oder gar zu überholen. Driven By Entropy aus Rodgau sind genau so eine Band. Beeinflusst von Größen wie Meshuggah oder Textures spielen sie ebenfalls technischen Death Metal mit leichten Elektronikeinflüssen, doch haben sie dabei einen eigenen Stil entwickelt – wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es die Band erst seit Dezember 2009 gibt.

Die Produktion ist besser als auf so manchem Profi-Album, die Gitarren haben einen satten Klang, übertönen dabei aber nicht das Schlagzeug, das aus dem Hintergrund nochmal ordentlich Schub gibt. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt und passt perfekt zum Genre. Doch das wirkliche Glanzstück ist der Gesang. Viele Nachwuchsbands growlen absichtlich extrem tief und unverständlich um möglichst brutal zu wirken, doch Sänger Tomas Mrvos hat das nicht nötig. Natürlich besteht auch hier der Gesang hauptsächlich aus Growls und Shouts, doch diese klingen natürlich und haben trotzdem Biss. Das Tüpfelchen auf dem „i“ ist aber der starke Klargesang, den die Band ruhig etwas öfter einsetzen kann, denn er lässt die Band wirklich herausstechen.
Auch mit ihren Texten heben sie sich von den meisten kleinen Bands ab. Statt Standard-Splatter-Texte gibt es hier durchdachte Lyrik mit Aussage, die zum Nachdenken anregen soll, wie zum Beispiel das Schicksal von Kindersoldaten.

Kurzum, ich freue mich bereits auf das erste richtige Album, denn diese 19 Minuten haben definitiv Lust auf mehr gemacht. Wenn sie sich weiterhin so entwicklen wie bisher, werden sie selbst bald Vorbilder für neue Bands sein. (ma)


cover

Bewertung: Keine, da Demo
Genre: Technical Death Metal
Herkunft:
Deutschland
Label: Eigenvertrieb
Veröffentlichungsdatum: 16.02.2010
Homepage:
www.DrivenByEntropy.de

Tracklist

  1. Cause I Say So
  2. Are You Alive
  3. We Will Never Surrender
  4. No One Survived
  5. Anger


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