Third Wave

Verfasst am 09. Januar 2022 von Michael Klein (Kategorie: Band Of The Month, Interviews) — 553 views

Wenn neues Material von Third Wave ansteht, lohnt es sich, aufmerksam hinzuhören!

Zum Release der Single „Vortex“ und dem dazugehörigen Video (https://www.youtube.com/watch?v=s7CThXTf26Q) haben wir deshalb mal etwas genauer bei der Band nachgefragt und außerdem ein paar Stimmen bekannter Musiker zum Song eingefangen.

Christian Seynstahl (Nump): „Mit „Vortex“ hauen Third Wave einen amtlichen Kracher raus, der auch bei mehrmaligem Durchhören immer wieder Spaß macht. Handwerklich klasse umgesetzt mit hörbar viel Herzblut und modernem Sound. Gefällt mir sehr gut!“

 

Dave Hadarik (Enemy Inside): „Eine sehr amtliche Produktion, moderner Sound und ein progressives Songwriting. Klingt irgendwie wie ein gelungener Mix aus Lamb of God, Gojira und Trivium – toll dass die Jungs von hier kommen!“

 

 

Metal Aschaffenburg: Hey! Wann ist denn „Vortex“ entstanden?

Third Wave: Der Song ist in seinen Anfängen 2019 entstanden. Die ersten Riffs wurden kurz nach dem Release von „Metamorphosis“ geschrieben. Die konkrete Demophase für den Song ging aber erst im Herbst 2019 los. Danach haben wir den Song als Band ausgearbeitet und immer mehr verfeinert. Als wir den Song grundlegend fertig gestellt haben, kam auch wieder schnell der Kontakt mit Sven zustande, sodass wir im Oktober 2020 mit den Aufnahmen im Secret Soul Studio beginnen konnten. Die Aufnahmen und der Mixing/Mastering-Prozess haben sich dann, auch aufgrund von Corona, bis ins Frühjahr 2021 gezogen, sodass wir im April 2021 den komplett fertigen Song hatten.

Britta Görtz (Hiraes, Critical Mess, Ex-Cripper & Vocalcoach): „Yeah, cooler Song und super produziert. Geht gut ab! Grüße an die Jungs! Der Song ballert!“

Welche Message steckt in „Vortex“

Grundsätzlich ist Stimmung der Lyrics aber auch der Musik sehr negativ. Die genaue Message dahinter kann man auf verschiedene Art und Weisen interpretieren. Es sagt aber im Kern aus, dass es vieles im Leben gibt, was einen selbst daran hindern kann den Optimismus gegenüber der Menschheit zu wahren. Viele Zeilen und Phrasen kritisieren auch das soziale Zusammenleben, aber auch den persönlichen Egoismus, der sich immer wieder bemerkbar macht und in jedem von uns ist.

Lars F. Larsen (Manticora): „Sehr fein und technisch! Definitiv nicht von schlechten Eltern!“

Wie habt ihr die Message ins Video verwoben?

Die Idee des Videos entstand zwar auf Grundlage des Textes, hätte aber auch durchaus in einem anderen Kontext umgesetzt werden können. Das Video zeigt vor allem auch, dass jeder von uns, innerhalb der Band, Dinge hat, die das vorhin beschriebene Gefühl auslösen. Dennoch bringt die Art und Weise der Darstellung eine gewisse Form der Selbstkritik mit sich. Die Themen, die in den Clips und Zwischensequenzen gezeigt werden, gehen uns zwar persönlich nahe, dennoch zeigt es ja deutlich, dass wir uns mit Fesseln, Knebeln, Augenbinden etc. oft der Verantwortung entziehen richtig hinzuschauen. Selbst wenn es unterbewusst stattfindet. Die Aufgabe sich von diesem Blickwinkel zu lösen und sich dagegen zu wehren ist wahrscheinlich auch für viele andere Menschen eine Lebensaufgabe, die immer wieder sehr viel Kraft und Arbeit erfordert. Wir stehen in der zweiten Hälfte des Videos zwar auf und lösen uns von den Fesseln, aber am Ende ist all das gegen das wir uns tagtäglich wehren immer noch ein Teil von uns, weswegen die verschiedenen Ausschnitte auch nochmal in unseren Silhouetten projiziert sind.

Schmier (Destruction, Thrash-Ikone): „Gratuliere zum Video! Fett produziert und wirklich tolles Video! (ist da jemand vom Fach?). Was ich wirklich Top finde, sind die filigranen Riffs, die sehr originell und frisch rüberkommen! Bravo – weiter so!“

Was macht „Vortex“ besonders?

Abgesehen vom Song an sich, ist es der erste Song, den wir unabhängig von einem Album oder einem anderen Release geschrieben und veröffentlicht haben. Es gab bei uns noch nie so viel kreativen Freiraum wie bei der Entstehung von „Vortex“, da er zu keinen anderen Songs passen oder sich in ein Gesamtkonzept einfügen musste. Der Song steht komplett für sich und ist ein eigenständiges Werk. Auch musikalisch haben wir wieder neue Dinge ausprobiert, mit neuen Sounds und Techniken gearbeitet und versucht wieder alles reinzupacken, was wir in den Letzten 6-7 Jahren als Band gelernt haben. Eine weitere Besonderheit für uns ist, dass wir einen Refrain schreiben konnten, der sich zwar in das Gesamtkonzept einfügt, aber komplett gegensätzlich zu dem ist, was im Rest des Songs passiert. Daran haben wir ebenfalls lange gearbeitet und getüftelt, bis es genau so klang wie wir es wollten. Auch die Arbeit mit Sven im Studio war intensiver denn je. Allein die Gitarren aufzunehmen war schon teilweise herausfordernder als die Aufnahmen zu unserem gesamten ersten Album. Ein großes Dankeschön geht natürlich auch wieder an ihn raus.

Maik Weichert (Heaven Shall Burn): „Also das klingt echt gut, besser als so manche etablierte Band! Am Ende der Nummer hätte ich lieber weniger Djent gehabt und dafür das Soli länger, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack ;P. Hat ein paar coole Wendungen der Song. Auch gut produziert finde ich!“

Die bisherigen Rezensionen und das Interview mit der Band von 2019 könnt ihr übrigens hier nachlesen:

„How To Live Or Let Die“ – https://www.metal-aschaffenburg.de/?p=19876
„Metamorphosis“ – https://www.metal-aschaffenburg.de/?p=21787
Interview von 2019 – https://www.metal-aschaffenburg.de/?p=21780

https://www.facebook.com/thirdwaveofficial
https://linktr.ee/thirdwaveband

(mk)

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