Dool – „Summerland”

Verfasst am 29. April 2020 von Sebastian Zeh (Kategorie: CD-Rezensionen) — 186 views

Knapp drei Jahre haben sich Dool Zeit gelassen, nun ist das zweite Album endlich fertig. Und wie bereits beim Vorgänger lässt sich auch „Summerland“ wieder nicht genau in eine Schublade stecken – entsprechend kann also auch die von mir hier getätigte Genre-Einteilung gerne vernachlässigt werden.

Ohne Zweifel hat auch „Summerland“ wieder seine progressiven Momente, in denen Songs rhythmisch besonders akzentuiert werden („Wolf Moon“ oder „God Particle“). Darüber hinaus gibt es aber auch Momente, die eher an Dark Rock oder gar Gothic erinnern (gerade „Ode to the Future“ hat derartige Anklänge). Und selbst stampfend-straighter Hardrock ist vertreten („Be Your Sins“).

Doch eben genau das ist die Qualität von Dool – es gibt verschiedene Einflüsse, die sich im Sound der Band niederschlagen, doch am Ende ist kein Song in irgendeiner Form lupenrein nur einem Genre zuzuordnen. Das kommt am Ende vor allem den Songs als Ganzes zugute: Die musikalische Mixtur wirkt in sich stimmig und natürlich gewachsen. Gebettet auf einem organischen Sound entfaltet die Band hier auf den 9 Songs der Platte sehr viel ansteckende Stimmung. Fast alle Songs haben ein gewisses mystisches Feeling an sich, das ganz zum ziellosen Wandern führt, das dem Bandnamen zugrunde liegt.

Abgerundet mit einer durch die Bank starken Performance und einigen echten Ohrwurm-Refrains ist „Summerland“ ein starkes Followup zum Debütalbum geworden. Auch bei wiederholtem Hören wird einem definitiv nicht langweilig. (sz)

 


Bewertung: 13/15 Punkte
Genre: Progressiver Dark Rock
Herkunft: Niederlande
Label: Prophecy Productions
Veröffentlichungsdatum: 10.04.2020
Homepage: https://allthosewhowanderaredool.com/

Tracklist

  1. Sulphur & Starlight
  2. Wolf Moon
  3. God Particle
  4. Summerland
  5. A Glass Forest
  6. The Well’s Run Dry
  7. Ode to the Future
  8. Be Your Sins
  9. Dust & Shadows


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