Themenabend 1

Verfasst am 01. Oktober 2018 von Michael Klein (Kategorie: Stimmen der Szene) — 318 views

Themenabend 1

An dieser Stelle möchten wir Euch in Zukunft ein bisschen mehr über uns verraten… und auch über Euch erfahren.
Dazu greifen wir in unregelmäßigen Abständen spannende, interessante und ungewöhnliche Fragen und Themen auf.

Unser erstes Thema/ Die erste Frage lautet: „Welches Album war dein Einstieg zum Metal?“

Hier die Antworten aus unserer Redaktion:


Matthias Staudt:

In der Regel fängt die Geschichte mit „Damals im Ferienlager…“ an.
Naja, hier nicht ganz so. Es hat schon was mit erforschen und Neugier zu tun… aber nicht so wie Ihr das gleich wieder interpretieren möchtet…
Okay, fangen wir noch mal an: Meistens kommt man ja zur Musik durch Freunde, Eltern oder auch Vorbilder. Je jünger man ist, desto einfacher und unbeschwerter nähert man sich unbekanntem Terrain. Wie auch in meinem Fall. Eine Geschichte, die ich immer wieder gerne erzähle.
Die Anfangsjahre als Grundschüler waren schon mit AC/DC, Tina Turner und Die Ärzte geprägt, allerdings hatte ich selbst diese Musik nie gehört, sondern diese kam immer aus einem anderen Raum.
Da sind wieder bei dem Thema „Vorbilder“ angelangt. In meinem Fall hat meine Schwester sehr viel für meine Begeisterung zum Metal beigetragen. Klar, dass man Vorbilder nicht einfach ignoriert, sondern diesen nacheifert. So kam es dann in der vierten Klasse, dass sie mir DAS Tape meines Lebens gab: Carcass „Reek Of Putrefaction“ auf Seite A und „Symphonies Of Sickness“ auf Seite B, die mein musikalisches Spektrum schier auf den Kopf stellte!
Ab diesem Zeitpunkt war Musik nicht mehr Musik. Während der Grundschul-Mainstream Schlümpfe Volume Schlagmichtot hörte, konnte ich von Metal nicht mehr genug haben.
Aber zurück zu diesem besagten Tape: Damals war im Sportunterricht noch üblich, dass die Kinder ihre Lieblingsmusik mitbrachten und dazu die Sportübungen durchgeführt wurden. Naja… dieses Tape lief nur höchstens 45 Sekunden und das Gesicht der Lehrerin ging von Erstaunen und Stirnrunzeln hin zu blankem Entsetzen. Doch das war. Ab diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen. Dieses Tape brachte mir auch Jahre später sehr viel Spaß und lachende Tränen aufgrund eines Plattenhängers bei der Aufnahme: Ich dachte jahrelang, dieser gehörte zur Musik, doch als ich mir die CD kaufte wurde ich eines Besseren belehrt.
Die erste gekaufte CD war dann im übrigen Obituarys „Cause Of Death“.


Sebastian Zeh:

Nachdem ich bereits als 16-Jähriger immer mal wieder mit dem ein oder anderen Heavy- und Power-Metal-Song in Berührung kam, war für mich tatsächlich erst „Vol. 3 – The Subliminal Verses“ von Slipknot die tatsächliche Initialzündung, mich mehr mit härterer Musik zu befassen. Das Nebeneinander von melancholischer Melodie und angepisster Härte passte genau zu meiner damaligen Grundstimmung und hinterließ nachhaltig Eindruck. Viele Fans kritisieren ja Album Nummer drei der Truppe aus Iowa für die cleanen Vocals und die vielen Balladen. Für mich war das aber nie ein Problem, zumal gerade Songs wie „The Blister Exists“ oder „Opium Of The People“ immer noch straight und hart zur Sache gehen und es mit „The Virus Of Life“ zudem noch eine Nummer gibt, die in punkto verrückter musikalischer Gestaltung nicht weit entfernt ist von Songs wie „Tattered And Torn“ oder „Only One“ vom Debüt. Für mich und meine im Bereich des Metals noch recht jungfräulichen Ohren war das auf jeden Fall genug der Härte, um mir neue Türen zu öffnen. Recht schnell besorgte ich mir dann auch die vorherigen Alben der Band, die dann endgültig meine Neugierde auf mehr aus dem Metal-Bereich eröffneten. Seitdem ist die Musik aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.


Michael Klein:

Boah. Das ist ’ne Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Die ersten Kontakte mit rockiger Musik dürften bei mir ebenfalls mal hier und da bei einem Onkel oder im Radio gewesen sein. Von bewusstem Hören kann da aber noch nicht die Rede sein.
Einer meiner Cousins jedoch hörte zu Hause (wahrscheinlich eher, um gegen seine Eltern zu rebellieren) irgendwelche „krassen“ Bands und drückte mir mal – nachdem ich ebenfalls Interesse an härterer Musik bekundete (man will ja nicht als Weichei gelten) – ein Mixtape in die Hand. Slayers „Seasons In The Abyss“ war auf der A- und Soundgardens „Badmotorfinger“ auf der B-Seite. Beide leicht unvollständig, weil nicht genug Platz auf der Kassette war.
Trotzdem legten diese beiden Meisterwerke meinen Schalter für musikalische Hörgewohnheiten für immer um. Die gewonnene Neugier wurde kurz darauf mit teils geschenkten, teils gekauften Kassetten (Faith No Mores „Angel Dust“, Obituarys „Cause Of Death“, …) zu einer lebenslangen Passion umgewandelt.
Ohne diese Art von Musik dürfte mein heutiges Leben vollkommen anders aussehen.

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