EVO – „Warfare

Verfasst am 20. August 2017 von Mathias Anthes (Kategorie: CD-Rezensionen) — 270 views

Da hat der gute Evo gerade noch mal die Kurve gekriegt. Das katastrophal miese Cover (steht er in seiner Dusche?!) und das Intro, in dem fast vier Minuten lang belangloses Zeug geflüstert wird, sorgten fast dafür, dass ich die CD noch vor dem ersten richtigen Lied aus dem Autofenster geworfen hätte. Doch „Cemetary Dirt“ zeigt, dass der erste Anschein trügt. Der flotte Hard Rock, der immer mal wieder mit einer Prise Punk vermischt wird, kann durchaus unterhalten. Besonders „Doctor Of Insanity“ sticht heraus, dessen Saxophoneinlagen an den Rock ’n‘ Roll der 50er erinnern. Auch „Black“ und „This Man Bleeds Hate“ sind eigentlich nicht übel, mit fast bzw. über sieben Minuten aber etwas zu lang, was einfach nicht zum Genre passt; hier hätte man sich aufs Wesentliche konzentrieren sollen. Auch das abschließende „Stardust“ missfällt mir, es ist viel zu langsam und theatralisch, besonders das Klavier wirkt fehl am Platz.
Ansonsten gilt, dass „Warfare“ grundsolide geworden ist. Wer nach Rock im Stile Motörheads (deren Ex-Gitarrist Eddie Clarke in „Misanthropy“ mitwirkte) sucht (aber mit einem weniger interessanten Sänger), kann gerne ein Ohr riskieren. (ma)


Bewertung: 8/15 Punkte
Genre: Hard Rock/Punk
Herkunft: UK
Label: High Roller Records
Veröffentlichungsdatum: 26.05.2017
Homepage: www.Facebook.com/People/Evo-Evans

Tracklist

  1. Screaming At The Sea
  2. Cemetary Dirt
  3. Misanthropy
  4. Pure Filth
  5. Black
  6. This Man Bleeds Hate
  7. Burnt Out
  8. Doctor Of Insanity
  9. Carnage
  10. Strangled
  11. Stardust


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