Numpfest

Verfasst am 19. September 2016 von Fallen (Kategorie: Festival-Rezensionen, Konzert-Rezensionen) — 1.678 views

17.09.2016 – Music Hall, Geiselwind

Mit: Syntension, Sasquatch, Nump, Disbelief, The Ocean

img_8250Das Wetter war eigentlich perfekt für einen Konzerteabend in der Halle. Nicht enden wollender Regen, Nebel, Dunkelheit. Die qualitativ hochwertige Running Order sprach auch für zahlreiches Erscheinen der Metalheads, doch diese blieben irgendwie aus. Warum? Eine zu kleine Reichweite für Werbung? Unmotivierte Menschen? Die Location zu schlecht durch den ÖPNV angebunden? Man weiß es nicht, aber schade war es dennoch, dass sich letzten Endes vielleicht nur 150 Nasen in der Music Hall versammelten.

Trotzdem starteten die Jungs aus Jena, Syntension, pünktlich mit ihrem progressiven Metal. Dabei waren sie nicht nur absolut tight, sondern auch hochmotiviert und lieferten derb starke Songs ab. Was möchte man mehr als Start für einen  solchen Abend? Diese Band sollte man als progressiv anspruchsvoller Hörer auf jeden Fall auf dem Schirm behalten!

img_8337Als Kontrast stürmten dann die Lokalhelden von Sasquatch die Bühne. Sie glänzten mit zuckersüßen Ansagen gepaart mit ruppigem und dreckigen Death Metal. Bemerkenswert ist dabei, dass sie sich absolut nicht zurückhielten, obwohl sie gleich im Anschluss noch einen Gig im Nachbarort spielten. Fetten Respekt hierfür und auch für den Auftritt, der durch den allgemein unfassbar druckvollen Sound am Abend stark rüberkam!

img_8452Ja aber hallo! Die Veranstalter selbst hatten sich den dritten Spielplatz gesichert und fetzten eine fette Show herunter. Hier waren nicht nur die neuen Songs der Würzburger/Kitzinger Nump richtig druckvoll und gut, sondern auch die alten überarbeiteten Lieder kamen glanzvoll herüber. Auffällig war selbstverständlich der hohe Anteil an Grunts und Screams, was der sonst schon abwechslungsreichen Musik nochmal mehr Dynamik brachte. Die Hälfte des Sets wurde von ihrem Produzenten der neuen Platte an der Gitarre begleitet, wodurch sich die Melodien, aber auch die dicken Riffs noch einmal besser absetzten und einem einfach nichts anderes übrig ließen, als im Takt mindestens zu wippen! Geiles Ding! Ich freue mich auf den neuen Silberling!

img_8681Die alten Hesseköpp können es noch! Disbelief starteten nicht nur mit dem Nackenbrecher „Sick“, bei dem Sänger Karsten zugegebener Maßen noch nicht ganz drinnen war, sondern fuhren Brett nach Brett auf der Bühne auf und bauten damit eine brachiale und groovige Klangwand auf, die den Zuhöhrer nahezu platt machte. Viel mehr lässt sich zu diesem Auftritt eigentlich nicht sagen, außer dass es Nackenschmerzen gab und es wirklich wieder Zeit wurde Disbelief live zu sehen. Auch hier hat der unendlich druckvolle Sound sein übriges geleistet und die tiefen Bässe und die Grunts nochmal härter klingen lassen. Wirklich fetter Auftritt!

img_8821Zuletzt und später Stunde durften dann The Ocean auf die Bühne, die ohne Sänger anreisten, da dieser immernoch krank war. Soweit kein Problem für die restlichen Jungs, denn auch ohne Gesang wirkt ihre Musik normalerweise atmosphärisch und lässt einen in eine andere Welt eintauchen. Doch diesmal zündete es nicht richtig. Die Band wirkte distanziert, gab nichteinmal eine Ansage oder kommentierte den fehlenden Sänger und stand zu 50 % mit dem Rücken zum Publikum. Schade, denn diesmal trauten sich die Fans sogar näher an die Bühne als bei allen anderen Bands zuvor. Ich selbst verabschiedete mich dann auch nach vier Songs aufgrund einer längeren Heimreise.

Insgesamt war es ein fantastischer Abend, auch wenn viel zu wenige Gäste vor Ort waren! Darum sei betont: Dickes Lob und Dank an Nump für die Veranstaltung. Es war ein Fest! (mat)

Fotos des Abens folgen bald hier und auf Facebook!

 

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