Thornbridge

Verfasst am 01. März 2016 von Manuel (Kategorie: Band Of The Month) — 806 views

Mit „What Will Prevail“ steht das erste Highlight der hiesigen Metal-Szene dieses Jahr an. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen mit den Alzenauer Power Metallern ein kleines Gespräch zu führen und sie zu ihrem Debütalbum auszufragen.

Metal-Aschaffenburg: Hi Jungs, wie ist bislang die Resonanz auf euer Debütalbum? Konntet ihr schon Reaktionen sammeln?

Mo (Gesang/Gitarre): Hi, ja, es gibt einige deutsche als auch ausländische Reviews, deren Links sich natürlich auf unserer Facebook-Seite befinden. Die Resonanzen sind durchweg positiv. Es gibt hier und da auch Kritikpunkte, aber im Großen und Ganzen werden wir von allen mit hoffnungsvollen Zukunftsaussichten weiterempfohlen.

Wie kam es zum Labeldeal mit Massacre Records? Man hört aus dieser Richtung oft, dass sich Bands dort einkaufen können, um ihre Musik zu veröffentlichen. Habt ihr euch auch solch einen Deal geangelt oder stemmt das Label die Kosten der Veröffentlichung/ der Werbung?

Als wir die fertigen Songs unseres Albums in der Hand hielten, kam es zur klassischen Bewerbungsphase bei mehreren Labels. Massacre Records meldeten sich mit freudiger Begeisterung und direktem Dealangebot der unseren Vorstellungen ziemlich entgegen kam. Promotion und Release übernimmt das Label, was aber nicht heißt, dass wir nichts tun. Wann immer wir selbst eine Möglichkeit von Werbung sehen, tun wir das natürlich auch mal gerne in Eigenregie. Einkaufen musst wir uns bei Massacre Records nicht.
Thornbridge Band
Musikalisch würde ich Thornbridge in den 90er Power Metal einordnen wollen. Wie sehr haben euch Bands wie Iced Earth, mittlere Helloween oder Blind Guardian beeinflusst?

Die ganze Bandbreite von Heavy und Power Metal der 90er hat uns sehr beeinflusst, da wir in dieser Zeit selbst anfingen diese Art von Musik zu hören und auch die ersten eigenen Bands gründeten. Viele Alben aus dieser Zeit sind heute Klassiker und wahrscheinlich auch immernoch „Einstiegsdroge“ für nachrückende Metalheads.

Wie schwierig ist es mittlerweile im Power-Metal-Sektor Fuß zu fassen, ohne gleich als Plagiat oder Copycat zu gelten?

Ich denke, das ist in jedem Bereich schwierig, da man eine Newcomer-Band unweigerlich mit anderen Bands vergleicht, um zum Einen den Hörern eine ungefähre Stilrichtung zu geben, aber zum Anderen auch, weil es schwer ist etwas neu zu machen. Sei es der Gesang, Rhythmen oder Gitarrenmelodien, die einen Hörer immer an eine andere Band erinnern, am Ende sind es dann denke ich die Einflüsse und Zusammenspiel der Bandmitglieder, die eine Band dann „einzigartig“ klingen lassen. Inwieweit wir uns gegenüber anderen Power-Metal-Bands durchsetzen können, wird die Zukunft zeigen.

Gibt es auf eurem Debüt vielleicht auch Elemente, die ihr selbst als neuartig in diesem Genre sehen würdet?

Wir fürchten Veränderungen (lacht). Nein, wir haben nichts „Neues“ erfunden und auch keine Experimente gemacht. Die Songs sind vom Gefühl geleitet und so geworden, wonach uns gerade der Sinn stand.
Was aber jetzt nicht zwangsläufig immer so klingen muss. Vielleicht haben wir auf dem nächsten Album Bock auf ganz andere Elemente. Wir sind da nicht auf typische Power-Metal-Standards festgelegt

Mit Seeb Levermann habt ihr euch einen renommierten Produzenten an Land gezogen, der „What Will Prevail“ produziert hat. Wie kam der Kontakt zustande? Warum habt ihr ihn ausgewählt?

Der Kontakt kam ganz einfach über Facebook zustande, als ich in anschrieb wegen eines Support Gigs für Orden Ogan. Er erkannte wohl ein gewisses Potenzial in unserer Musik und machte uns das Angebot bei ihm im Greenman Studio ein komplettes Album aufzunehmen. Da wir ahnten, dass er menschlich ein lustiges Kerlchen ist und seine Produktionen von Orden Ogan schon kannten, mussten wir nicht lange überlegen.
Thornbridge-What-Will-PrevailGeht man ein bisschen auf die Suche, so stößt man auf Videos aus dem Jahr 2013, auf dem ihre Dinge für das Album aufnehmt. Gingen die Studioarbeiten tatsächlich so lange? Erzählt doch mal!

Ja, wir fingen wirklich 2013 mit den Drum-Aufnahmen an, doch leider war die Zeit nicht so ganz auf unserer Seite. Bei uns kam einiges dazwischen, weswegen sich die Gitarren und Vocal-Aufnahmen gezogen hatten. Dann hatte Seeb noch einige Projekte „fertigzumischen“, zwei EU-Touren mit Orden Ogan und die Produktion deren aktuellem Album „Ravenhead“ und dann war endlich unser Album dran.

Warum hat es schlussendlich dann doch so lange gedauert, bis „What Will Prevail“ auf den Markt kommt?

Wir wollten unser fertiges Album nicht in Eigenregie auf den Markt werfen, weil wir einfach nicht die Möglichkeit einer weltweiten Promotionaktion haben und auch das Risiko und der Einsatz zu groß, dass es nach kurzer Zeit in der Versenkung landet.
Also musste ein Label her, deren Suche und Bewerbungen dann noch bis zum Plattendeal im Oktober 2015 andauerten. Massacre Records setzte dann wegen Promotionvorlauf das endgültige Releasedatum auf den 19.2.16.

Wenn das aufgenommene Material aus dem Jahr 2013 rührt, habt ihr denn in der Zwischenzeit schon neues Material geschrieben?

Na klar, Ideen, Melodien, Textpassagen fallen uns immer mal ein und werden dann erstmal ganz grob aufgenommen. Und irgendwann bastelt man mal wieder hier und da etwas dazu, bis ein Song komplett ist. Wir haben nicht vor lange auf das zweite Album zu warten und haben uns natürlich wieder bei Seeb angekündigt ihm bald wieder auf den Sack zu gehen. Diesmal aber keine drei Jahre, da wird auch unser Label ein Auge drauf haben.


Lyrisch scheint ihr euch an klassische Power-Metal-Muster zu halten, soweit ich dies ohne das Booklet gesehen zu haben, sagen kann. Basieren eure Texte auf literarischen Werken („The Dragon’s Reborn“ würde dies zum Beispiel nahelegen) oder ist es eine lose Ansammlung an phantastischen Einfällen?

Die Texte sind auf diesem Album wirklich einfach komplett phantastischen Ursprungs.
Kein Bezug zu irgendwelchen historischen Ereignissen oder literarischen Werken.
Was aber für die Zukunft nicht auszuschließen ist. Es gibt schon hier und da ein paar Schlachten oder wahre, mittelalterliche Begebenheiten, die ich mit Sicherheit mal in einigen Songs einbaue.

Wann kann man euch das nächste Mal hier in der Nähe sehen?

Die Gig-Anfragen laufen und werden auf jeden Fall auf unsere Facebook Seite veröffentlicht.
Also am Besten dort einfach regelmäßig vorbeischauen und keiner verpasst einen Gig.

Danke fürs Beantworten der Fragen! Viel Erfolg mit dem Album!

Für euch doch immer gerne! Danke!

www.Facebook.com/ThornbridgeBand

(ms)

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