The Gentle Storm | Vorband: Stream Of Passion

Verfasst am 21. April 2015 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 1.369 views

15.04.2015 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Was habe ich mich auf dieses Konzert gefreut! Und das obwohl ich die kürzlich erschienene Scheibe „The Diary“ noch nicht mal so den Knaller finde.
Aber da Anneke live immer anbetungswürdig genial singt und dazu noch eine Band um sich geschart hat, vor der man nur den Hut ziehen kann, war klar, dass die Bühnen-Umsetzung ein Knaller werden MUSS.

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Und dass es ein ebensolcher wurde, kann jeder der Anwesenden bestätigen -da bin ich mir 100%ig sicher!
Das erste Highlight – der Opener „Endless Sea“ – verleiht mir im Refrain spontan sogar Gänsehaut im Gesicht, so eindrucksvoll intoniert Anneke die von ihr getextete Liebesgeschichte. Grandios begleitet von Marcela Bovio und der über alle Maßen spielfreudigen Band.
Schnell wird aber klar, dass The Gentle Storm heute nicht zum Kuscheln eingeladen haben. Angepeitscht von Drum-Uhrwerk und Ikone Ed Warby klingen die Songs des Debüts live deutlich härter als auf Konserve. Die quirlige und unermüdliche Saitenfraktion um Merel Bechtold, Johan van Stratum und Ferry Duisens gibt permanent Vollgas, spielt sich gegenseitig an und animiert das Publikum. Speziell Merel, die wirklich kleine und sehr zierliche Gitarristin, stellt sich dabei als brillant aufspielender, energetischer Blickfang der Truppe heraus. Sehr cool!
20150415_210535Nach der heftigen Gathering-Nummer „Eléanor“ (wow!), ist allen Anwesenden dann auch klar, dass die Band sich nicht nur auf das Gentle- und Storm-Material konzentrieren wird und es keimt erste Hoffnung nach Ayreon-Songs auf.
Doch zuerst gibt es einen kleinen Break, nach dem Anneke ganz alleine auf die Bühne kommt und mit dem Pink-Floyd-Klassiker „Wish You Were Here“ (nicht nur) die Prog-Fans verzückt. Nach „The Moment“ werden dann tatsächlich auch die Ayreon-Wünsche erhört. Und wie! Nach dem emotionalen Doppelpack „Valley Of The Queens“ und „Comatose“ stehen nicht nur mir die Tränen in den Augenwinkeln.
Bevor der Saal jedoch in seiner eigenen, wohligen Rührseligkeit ertrinkt, drückt die Band wieder auf die Tube und ledert u. A. mit „Cape Of Storms“, „Waking Dreams“ (noch mal Ayreon – yeah!), dem Gathering-Kracher „Strange Machines“ und der absolut fantastischen Ayreon-Hymne „Isis and Osiris“ (Highlight!) gut vom Zaun, ehe „Fallout“ (Devin Townsend Project) und „Shores Of India“ als Zugaben den fantastischen Abend beschließen.

Einen Teil zum Erfolg haben auch Stream Of Passion dazu beigetragen. Nicht nur, dass Johan und Marcela auch in der Live-Besetzung eine Rolle spielen – nein, auch das eigene Material der Band konnte im Vorprogramm punkten. Die Band ist inzwischen etwas härter als zu Debüt-Zeiten unterwegs („The Curse“!), überzeugt aber immer noch genau so. Auch an der Performance gibt es nichts auszusetzen. Den lauten Applaus hat sich die Band redlich verdient! (mk)

Setlist The Gentle Storm

  • Endless Sea
  • Heart Of Amsterdam
  • Brightest Light
  • The Storm
  • Eléanor (The Gathering)
  • New Horizons
  • Wish You Were Here (Pink Floyd) (Anneke Van Giersbergen solo)
  • The Moment
  • Valley Of The Queens (Ayreon)
  • Comatose (Ayreon)
  • Cape Of Storms
  • The Greatest Love
  • Waking Dreams (Ayreon)
  • Strange Machines (The Gathering)
  • Isis And Osiris (Ayreon)
  • Fallout (Devin Townsend Project)
  • Shores Of India

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