Soilwork | Vorband: Keep Of Kalessin

Verfasst am 24. November 2013 von Mathias Anthes (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 798 views

15.11.2013 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Soilwork im Colos-Saal? Das ließ sich unsere Redaktion nicht zweimal sagen und versammelte sich promt komplett im Club des Jahres.

Mit Zweifeln warteten wir gespannt auf das jetzige Trio von Keep Of Kalessin, denn ob sie die Qualität noch beibehalten können, nachdem sie ihren Sänger rausschmissen, blieb offen. Doch als sie die Bühne als einzige Vorband enterten (Sybreed konnten aufgrund fehlenden Sängers nicht mittouren), war schnell klar: Die Band spielt ihr Publikum auch zu dritt an die Wand. Kaum setzten sie zu spielen ein, warfen sie dem Auditorium eine Klangwelle an den Kopf, die durch das maschinenartige Schlagzeug und der tighten Gitarre und Bass eine hohe Energie aufnahm. Das Publikum sprang auf diesen Energiezug mit auf und feierte schon jetzt ordentlich mit, was auch Gitarrist und Sänger Obsidian C. bemerkte: „I think we’ve made some new friends today“. So breiteten die Trondheimer Jungs ihre Dampfwalzen über den Colos aus und verließen nach ca. 45 Minuten die Bühne. (mat)

Mit „The Living Infinite“ haben Soilwork erneut ein sehr gutes Werk abgeliefert, welches aber nicht derart im Fokus stand, wie ich es erwartet hätte. Stattdessen haben die Schweden sich Mühe gegeben, bei ihrem ersten Auftritt im Colos-Saal einen guten Einblick in ihre gesamte Diskographie zu geben: „Rise Above The Sentiment“, „Overload“, „Bastard Chain“, „Stabbing The Drama“, „Nerve“, „The Chainheart Machine“, „Follow The Hollow“… Fast jedes Album wurde angespielt, was sich in einem sehr abwechslungsreichem Klangspektrum widerspiegelte und das Publikum faszinierte. Wer nicht zu sehr mit Headbangen oder im Moshpit beschäftigt war, der sah den Musikanten die Spielfreude an, mit der sie uns überglücklich ihr Schaffen präsentierten; besonders Sänger „Speed“ Strid wurde schnell von den Anwesenden wegen seiner sympathischen Ansagen in ihr Herz geschlossen. Im Gegenzug waren viele glücklich ihm helfen zu können, als er darum bat, den Zwischenstand des WM-Qualifikationsspieles von Schweden gegen Portugal in Erfahrung zu bringen.
Hätte man an dem Konzert noch etwas verbessern können? Ich sage nein, außer dass ich mir noch „Light The Torch“ und „Cranking The Sirens“ gewünscht hätte – aber vielleicht spielen sie die ja beim nächsten Mal, denn nach diesem Auftritt werden Soilwork wohl gern gesehene Gäste sein und viele Leute beim Colos-Saal anfragen, die Band möglichst schnell wieder einzuladen. (ma)

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