Running Wild – „Resilient

Verfasst am 29. September 2013 von Michael Klein (Kategorie: CD-Rezensionen) — 2.325 views

Resilient“ – unverwüstlich – zeigte sich Rock ’n‘ Rolf bei den letzten vier Scheiben, vor allem dann, wenn es um Kritiken bezüglich des (Drum-)Sounds ging. Auch mit dem neuen Silberling weigert sich der Kapitän beharrlich, etwas anders zu machen. Das Schlagzeug klingt also wie gewohnt steril und dünn, während die Gitarren höhenlastig im Vordergrund stehen. Gut – damit hat man ja eh schon irgendwie gerechnet.

Der Rest hingegen lässt eine Aufwärtstendenz erkennen. Hat „Shadowmaker“ vor eineinhalb Jahren nur magere 7 Punkte von mir bekommen, kann sich „Resilient“ einen mehr erarbeiten. Das liegt zum einen an der deutlich ausgewogeneren Songauswahl. Krude Totalausfälle wie „Me And The Boys“ gibt es auf dem inzwischen 16. Album des Hamburgers zum Glück keine. Die zehn neuen Tracks passen viel besser in den Backkatalog. Sie erreichen dabei etwa das Niveau von „Victory“ oder „The Brotherhood“. Nicht perfekt, aber solide. Hervorstechend sind dabei vor allem das melodische „Desert Rose“ und der solide Auftakt mit dem fluffigen „Soldiers Of Fortune“ und dem Titelsong.
Der Longtrack „Bloody Island“ ist hingegen – wenn auch nicht übel – trotzdem noch ein ganzes Stück von seinen Ahnen „Genesis (The Making And The Fall Of Man)“ oder „Treasure Island“ entfernt.

Wie das nächste Werk dann wirklich ein Knaller wird? Rolf sollte sich mehr Zeit zum Komponieren nehmen, seine Ideen reifen lassen, mit einer vernünftigen Band im Studio einspielen, extern produzieren (lass doch mal Seeb von Orden Ogan ran!) und Andreas Marschall nach ’nem geilen Cover fragen. Dann klappt’s! (mk)


Running Wild -Resilient

Bewertung: 8/15 Punkte
Genre: Heavy Metal
Herkunft: Deutschland
Label: Steamhammer/SPV
Veröffentlichungsdatum: 04.10.2013
Homepage: www.Running-Wild.net

Tracklist

  1. Soldiers Of Fortune
  2. Resilient
  3. Adventure Highway
  4. The Drift
  5. Desert Rose
  6. Fireheart
  7. Run Riot
  8. Down To The Wire
  9. Crystal Gold
  10. Bloody Island


Tags: ,

Hinterlasse eine Antwort

*