Retaliatory Measures – „Withdrawal Syndromes

Verfasst am 10. November 2012 von Mathias Anthes (Kategorie: CD-Rezensionen) — 1.176 views

Immer mit der Ruhe

Da hatte ich wohl zu vorschnell geurteilt: Als ich „Withdrawal Syndromes“ zuerst hörte, dachte ich mir, dass die CD nach dem ersten Durchlauf langweilig geworden wäre. Erst einige Tage später wurde mir bewusst, dass ich sie noch immer durchgehend höre und meine erste Prognose völlig falsch war.

Was ist es nun, das diese Platte doch so langlebig macht? Einerseits die Gitarren: verspielte Lead- und geradlinige Rhythmusgitarren bilden ein tolles Duo, andererseits die Growls: zwar ohne große Abwechslung, doch trotzdem lebendig und nicht statisch (anders als z. B. bei Kaotik), aber auch das Schlagzeug: besonders der treibende Rhythmus in „Treshold“ ist spitze und selbstverständlich auch sonst immer perfekt auf den Rest der Stücke abgestimmt (falls der Song eigentlich „Threshold“ heißen und es sich nur um einen Tippfehler handeln sollte, haben sie diesen konsequent in allen offiziellen Quellen gemacht).
Die Finnen versteifen sich nicht auf ihr eigenes Genre, immer mal wieder lässt sich ein Hauch Death Metal heraushören, aber auch ausgefallenere Dinge erwarten den Hörer, wie die verdammt kultige Hammond-Orgel in „Killing“.

Wenn Retaliatory Measures bei ihrer nächsten CD noch eine Schippe drauflegen, werden die Jungs bald die Anerkennung erhalten, die sie verdienen; das Debüt ist auf jeden Fall gelungen! (ma)


Bewertung: 10/15 Punkte
Genre: Thrash Metal
Herkunft:
Finnland
Label: Massacre Records
Veröffentlichungsdatum: 26.10.2012
Homepage:
www.RetaliatoryMeasures.net

Tracklist

  1. The Offering
  2. Withdraw
  3. Decompose
  4. Pharynx
  5. Soap
  6. Treshold
  7. Revulse
  8. Killing
  9. Existence
  10. Since Nothing


 

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