Devin Townsend Project – „Ki“

Verfasst am 17. Mai 2009 von Michael Klein (Kategorie: CD-Rezensionen) — 1.126 views

The Return Of Dev

2007 wandte sich Workaholic Devin Townsend mit dem komplett im Alleingang verwirklichten, verrückten Science-Fiction-Puppen-Musical „Ziltoid The Omniscient“ aus verschiedenen Gründen mit ausgestrecktem Mittelfinger vom Musikbusiness ab. Zwei Jahre später hat er seine schwierige Lebensphase überwunden und kündigt mit dem Devin Townsend Project ein neues, über vier Alben erstreckendes Konzept an, dessen erstes Kapitel nun mit „Ki“ begonnen wird.
Um diesem epischen Vorhaben gerecht zu werden, wird sich Devin für jeden der vier Teile andere Musiker suchen, die die Stimmung des einzelnen Werkes am besten einfangen können. Auf „Ki“ sind ausschließlich Musiker zu hören, die zuvor kaum Berührungspunkte mit harter Musik hatten. Diese Wahl verwundert nicht wenn man „Ki“ das erste Mal gehört hat, denn wo auf dem Quasi-Vorgänger „Ziltoid The Omniscient“ noch Chaos, harte Riffs und verrückte Sounds dominiert haben, sind es auf dem neuen Album bis auf wenige Ausnahmen (z. B. „Disruptr“) eher die ruhigen und entspannten Töne, die eingefangen werden. Die vielen sanften Passagen – von Devin mit weicher und ruhiger Stimme ergänzt – laden zum Augen schließen und träumen ein (man höre „Coast“ oder „Terminal“). Zwischen den gedämpften Tönen stechen aber immer wieder die typisch verschrobenen Ideen des Multitalents hervor. So findet man neben jazzigen und bluesigen Elementen sogar reinen Rock ’n‘ Roll („Trainfire“). So bleibt „Ki“ trotz gedämpfter Grundstimmung immer spannend und abwechslungsreich.
Um eine endgültige Bewertung abzugeben, ist es sicher lohnenswert, die restlichen drei Teile abzuwarten und das Konzept in seiner Einheit zu betrachten. Aber auch für sich allein betrachtet bietet „Ki“ viele interessante Momente, die es (vor allem für Freunde der ruhigeren Devin-Werke wie „Ocean Machine“ oder „Terria“) hörenswert machen. (mk)

devin-townsend-ki

Bewertung: 11/15 Punkte
Genre: Rock/Ambient
Herkunft: Kanada
Label: Inside Out Music
Veröffentlichungsdatum:
22.05.2009
Homepage: www.HevyDevy.com

Tracklist

  1. A Monday
  2. Coast
  3. Disruptr
  4. Gato
  5. Terminal
  6. Heaven Send
  7. Ain’t Never Gonna Win…
  8. Winter
  9. Trainfire
  10. Lady Helen
  11. Ki
  12. Quiet Riot
  13. Demon League

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