Danner | Vorband: Acoustic Generator

Verfasst am 20. Februar 2022 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen, Regionale Bands) — 584 views

17.02.2022 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Unser letzter Metal-Aschaffenburg-Livebericht ist vom 24.09.2019. Kaum zu glauben, dass erst jetzt der nächste folgt.
Die Gründe und Umstände dafür kennt jeder. Deswegen dürfte ein jeder der knapp 100 Besucher im Colos-Saal glücklich ob der Tatsache sein, dass es mit dem (metallischen) Konzertangebot so langsam wieder losgeht.
Feiern wir also nicht nur den CD-Release von Danners „Egoism“, sondern auch den Beginn einer hoffentlich nie mehr endenden Reihe von neuen Live-Konzerten!

Für die Aufwärmübungen zeichnen sich Acoustic Generator verantwortlich, die ihren Job souverän erledigen.
Das Duo aus dem Raum Heidelberg covert sich akustisch (wer hätte es gedacht) durch die Rock-Welt und kann sich dabei vor allem auf die starke Stimme von Lisa Knauer stützen.
Das Portfolio reicht von Judas Priest bis zu den Queens Of The Stone Age – so dass am Ende der guten halben Stunde jede Geschmacksrichtung bedient wurde. Gut gemacht, Applaus verdient!

Nach einer kurzen Umbaupause kündigt ein kleines Intro den Hauptdarsteller des Abends an: Danner!
Trotz allen Hindernissen im Vorfeld (Keyboarder Jörg fällt aus, Gitarrist Tommy hatte sich verletzt, Chris kurz zuvor einen Unfall) ist die „All-Star“-Band mit viel Spaß bei der Sache.
Dabei mutieren vor allem Boppin´ B-Bassist Didi Beck und Cervet-Gitarrero Tommy zu den Bewegungsmittelpunkten, während Bandkopf Chris konzentriert seine Riffs schmettert.
Sebastian Bogensperger und Ina Morgan überzeugen im für sie eher ungewohnten Soundumfeld – und man merkt jedem in der Band die Bühnenerfahrung an. Sehr souverän das Ganze.

Live klingt das Material von „Egoism“ bissiger und härter als auf CD – was ich sehr begrüße. Denn gerade die schweren und wuchtigen Riffs sind ein markantes Trademark für den Sound von Danner.
Den oft angesprochenen NuMetal kann ich auch live nicht finden – für mich sind Songs wie „Where Black Birds Fly“ oder „In Chains“ vielmehr im Doom verwurzelt.
Auch wenn gelegentliche Groove-Angriffe (wie z.B. in „Narcissism“ oder „Snake Woman“) anderes suggerieren.
Letztendlich ist es aber auch völlig Wurst, wo man die Musik einordnet – was zählt, ist dass alle Beteiligten mit der Premiere mächtig zufrieden sein können und das Publikum jede Menge Spaß hatte. Gratulation!

(mk)

 

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