Die Rückkehr der Titanen

Verfasst am 24. November 2011 von Michael Klein (Kategorie: Interviews) — 1.215 views

Metal-Attack über das „Titans Of Metal 2“

Wer am 27.11.2010 im JuKuz Zeuge des ersten „Titans Of Metal“-Konzerts war, dem ist klar, warum dieses Format bald in die zweite Runde geht. Schließlich war die Hütte brechend voll, die Stimmung hervorragend und das Bier schnell leer (zum Glück gab’s schnell Nachschub!)

Mit dem 07.01.2012 steht der Termin für das „Titans Of Metal 2“ bereits fest – zahlreiches Erscheinen ist erwünscht.
Finden nicht nur Ratlaw, Aslan, Browni, Grizz und Battory – die fünf Jungs von Metal-Attack, die (wie auch Cervet und Forbidden Daser) erneut mit von der Partie sind.

 

Metal-Aschaffenburg: Hi Metal-Attack! Was hat sich denn seit dem letzten „Titans Of Metal“ im Hause Metal-Attack getan?

Battory: Vieles Positive hat sich ereignet. Zunächst ist unser Original-Bassist Grizz im Januar 2011 zu Metal-Attack zurückgekehrt. Dadurch wurde unsere Besetzung wieder zu 100% Metal-Attack. Grizz liebt Metal und die Band passt einfach in dieser Konstellation musikalisch sowie menschlich ideal zusammen.

Grizz: Danke für die Blumen (hahaha!) – aber ich muss zugeben, dass mir Metal-Attack enorm gefehlt hat. Die Musik und natürlich die Bandkollegen, mit denen mich über die letzten 20 Jahre Freundschaft und viele persönliche Erlebnisse verbunden haben. Um die nächste Frage gleich vorweg zu beantworten: Die Abwesenheit war der Kombination Beruf und den terminlichen Verpflichtungen bei einer anderen Band geschuldet. Für die konstante Entwicklung von Metal-Attack war daher der Break damals richtig und wichtig.

Aslan: Ja, das stimmt – aber mit dem neuen „alten“ Line-Up sind wir inzwischen einfach die nächsten Schritte in unserer Entwicklung gegangen. So hatten wir u. a. die Möglichkeit bekommen, den „Spessart-Rock 2011“ in Heinrichsthal zu headlinen und es sind weitere überregionale Auftritte hinzugekommen. Außerdem hat sich unsere Setlist inzwischen um rund 10 weitere Old-School-Metal-Perlen erweitert.

Battory: Eine weitere wichtige Entscheidung war, dass wir mit Benimal seit Mitte des Jahres generell unseren eigenen Mann am Mischpult haben. Benimal kennt die Songs in- und auswendig, weiß, wann welches Intro kommt oder wann etwas soundtechnisch hervorgehoben werden muss. Entsprechend wird Benimal auch bei Festivals den – nennen wir es „Hausmischern“ – mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Das JuKuz war 2010 mehr als gut gefüllt. Worin lag eurer Meinung nach der riesige Erfolg der letztjährigen Ausgabe begründet?

Browni: Da gibt es sicher mehrere Gründe: zunächst hat sich die Popularität von Metal wieder gesteigert und Leute jeden Alters haben ihren Geschmack an dieser Musikrichtung, auch teilweise wieder, gefunden. Das ist Dank genialer Festivals wie „Wacken“ und der damit verbundenen positiven Berichterstattung der Medien über Metal verstärkt worden. Die letzten Jahre sind alleine in den ARD/ZDF-Themenkanälen sehr viele Reportagen über Metal und Metal-Konzerte übertragen worden. Das wäre in diesem Maße vor 10 Jahren undenkbar gewesen!

Ratlaw: Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass sich Cervet als Aschaffenburger Thrash-Institution über die Jahrzehnte eine große Fangemeinschaft und Freundeskreis erspielt haben. Viele deren Fans mögen auch die Musik von Metal-Attack oder sind, wie wir selbst, damit aufgewachsen. Perfekt ergänzt wurde das „Titans“-Billing dann noch mit den Forbidden Daser, die nach 20 Jahren ihre Reunion feierten. Das hat auch zumindest Neugierige angelockt, die wissen wollten, ob es die „gereiften“ Jungs noch „drauf haben“.

Battory: Richtig – zudem haben wir in Aschaffenburg viele junge Bands, deren Einflüsse verständlicherweise mehr aus der Ära des Nu-Metal stammen und nur noch kaum Old-School-Bands. Mit dem Billing haben wir daher vermutlich direkt ins Schwarze getroffen. Die Kombination aus dem Allen hat sicher erheblich zum Gelingen beigetragen.

Für die zweite Auflage des „Titans Of Metal“ gibt es einige Veränderungen. Zum einen zieht das Mini-Festival in den Colos-Saal. Weshalb dieser Standortwechsel?

Battory: Für den Standortwechsel gab es zwei Gründe: Zu einem ist es der hohe logistische und organisatorische Aufwand, den wir als Band neben unserem eigentlichen Gig im Jukuz leisten mussten, z. B. Getränke und Essen selbst organisieren, etc. Wie wir festgestellt haben, ist es nicht ratsam, an einem Abend gleichzeitig Musiker und Veranstalter zu sein. Es gab ja dann auch so das ein oder andere Problemchen im „Kehlen-Befeuchtungsbereich“, hahaha. Das wird im Colos-Saal vermutlich nicht passieren!

Der zweite Grund ist natürlich, dass wir mit dem Veranstaltungspartner Colos-Saal auch einen größeren Radius von Metal-Fans ansprechen können und darauf bauen, dass wir die nach Aschaffenburg bringen können. Der Colos-Saal spricht da mit seiner Werbung und PR für das „Titans“ sehr viele Leute an, was für alle drei Bands von Vorteil ist.

Auch der Eintrittspreis ist angestiegen – er liegt mit 12 Euro fast doppelt so hoch wie letztes Jahr. Habt ihr keine Bedenken, dass dies einige Fans abschrecken könnte?

Browni: Den Preis legt der Colos-Saal fest, da haben wir als Band bzw. die Bands keinen Einfluss darauf. Man muss aber auch fairerweise sagen, dass eine professionelle Organisation und Vorbereitung wie vom Colos-Saal geboten auch im Vorfeld einfach schon höhere Kosten verursacht und der Eintrittspreis diesem Umstand angepasst ist. Im Gegenzug erwartet die Besucher aber auch eine professionell organisierte Veranstaltung, in einer besonderen Location mit super PA und sicherlich ausreichendem Biervorrat! Wir Bands müssen jetzt einfach darauf vertrauen, dass die Leute das Festival-Billing mit diesen drei Bands so geil finden, dass der Preis – gerade auch von den Jüngeren mit nicht so üppigen Finanzen – akzeptiert wird.

Das Line-Up des „Titans Of Metal 2“ ist identisch mit dem aus dem Vorjahr. Gab es denn keine Überlegung, den Event mit einer weiteren Band aufzupeppen?

Ratlaw: Ja, das war schon eine Überlegung wert, aber wir drei Bands kommen super miteinander aus – bereits beim ersten „Titans“ lief alles reibungslos ab. Auch die Aufgabenteilung im Vorfeld, z. B. die Erstellung der Plakate etc. war bzw. ist wieder kein Problem. Das ist leider nicht immer so einfach und daher wollten wir bei dem ersten „Titans Of Metal“ im Colos-Saal kein Risiko eingehen!

Browni: Bei „Titans Of Metal 2“ kommt auch noch der Faktor hinzu, dass wir mit dem Colos-Saal recht genau definierte Anfangs- und Endzeiten und somit Spielzeiten haben. Entsprechend hätte jede weitere Band die Spielzeiten bei den Anderen erheblich gekürzt. Auch wird der logistische Aufwand On-Stage wesentlich höher und die Aufgabe für den Mischer für einen ausgewogenen Festivalsound viel schwieriger.

Grizz: Das „Titans Of Metal“ mit den sich selbst augenzwinkernd ernannten „Big three of AB“ sollte auch nicht verfälscht werden. Aber wir haben auch schon noch die ein oder andere Idee, die nicht zur Grundidee des „Titans“ passt, aber interessant wäre, umzusetzen. Erst kürzlich wurde uns z. B. die Band Nump aus Würzburg empfohlen und das zu Recht: cooler Groove-Metal! Schaun mer mal, was die Zukunft bringt (ein verschmitztes Lächeln folgt).

Wann geht dieses Jahr das Bier aus?

Aslan: Wenn das die Leute im Colos-Saal schaffen, RESPEKT! Das gab es wahrscheinlich noch nie – hahaha! Also Leute, das wäre doch mal ein Versuch wert, den Biervorrat im Colos-Saal zu vernichten – von uns schon mal ein fettes Prost!

Wie zufrieden wart ihr mit eurer eigenen Performance letztes Jahr? Was können wir dieses Jahr von Metal-Attack erwarten?

Aslan: Die Performance war den Umständen entsprechend, sich quasi nebenher um Bier oder sonstigen Kram kümmern zu müssen, in Ordnung. Allerdings werden wir jetzt von diesem Ballast befreit im Colos-Saal richtig Gas geben. Auch ist die jetzt aktuelle Besetzung stärker und besser auf einander eingespielt. Wir alle haben hart an uns gearbeitet, um uns zu verbessern! Diese Steigerung ist vielen Leuten bei den letzten Gigs in Schimborn oder Miltenberg bereits aufgefallen.

Habt ihr vielleicht sogar eure Setlist den beiden zuvor spielenden Thrash-Bands etwas angepasst?

Grizz: Die Setlist werden wir erst kurz vorher zusammenstellen. Wir können inzwischen aus über 30 geilen Songs auswählen. Die Grundlage bei Metal-Attack ist die hohe Qualität der Songs und des Sounds. Die „Sahnehaube“ ist dann noch die Show – hier lässt sich Ratlaw immer richtig coole Sachen einfallen. Das berücksichtigen wir bei der Songauswahl genauso, wie den Spannungsbogen der Setlist. Wir spielen eben nicht „nur“ die Songs runter, sondern liefern eine Heavy-Metal-Show ab.

Vermutlich werden wir entsprechend auf der Setlist dann eine ausgewogene Mischung aus typischen Metal-Klassikern, Power-Metal-Songs sowie Speed,- und Thrash-Songs haben.

Na, dann wünschen wir für das „Titans Of Metal 2“ bestes Gelingen! Die letzten Worte gehören euch!

Ratlaw: Wir freuen uns richtig auf das „Titans Of Metal 2“! Das Festival soll einerseits eine Art „Heavy-Metal-Klassentreffen“ der Älteren, aber auch emotional ein Generationen-übergreifendes und -verbindendes Event, wie z. B. in „Wacken“ oder dem „RockHard-Festival“, werden.
Wir hoffen, dass sich die Leute ebenfalls darauf freuen und uns tatkräftig unterstützen.
Denn nur wenn solche lokalen Events wie „Titans“ erfolgreich sind, ist eine weitere Neuauflage oder ein ähnliches Festival möglich. Daher unser Aufruf zu einem lauten und gemeinsamen: „IN UNION WE STAND!“

 

Damit das bestmöglich gelingt, gibt es an dieser Stelle auch zwei Tickets zu gewinnen, die die drei Bands zur Verfügung stellen. Ausreden gibt es somit keine mehr!

(mk)

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