Soilwork – „The Panic Broadcast

Verfasst am 04. Juli 2010 von Mathias Anthes (Kategorie: CD-Rezensionen) — 8.412 views

„Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“

Offenbar kennen Soilwork Konfuzius‘ Lehren, denn sie haben aus ihren Fehlern gelernt. Das letzte Album „Sworn To A Great Divide“ war zwar vom Songwriting und der musikalischen  Umsetzung klasse, doch eines vermieste den Hörgenuss: Die Produktion der Gitarren. Diese klangen nämlich extrem blechern und wirkten fast so, als hätte man sie beim Abmischen vergessen. Das neue Album „The Panic Broadcast“ entging aber diesem Schicksal und ist klangtechnisch das, was „Sworn To A Great Divide“ hätte sein sollen.

Late For The Kill, Early For The Slaughter“ ist der klassische Eröffnungstitel, rhythmisch-atmosphärisches Intro, gefolgt von Blastbeats und geshoutetem Chorus. Noch nichts Weltbewegendes, aber ein super Einstieg. Der Chrous ist es auch, der „Night Comes Clean“ im Ohr hängen lässt, erinnert er doch entfernt an 80er-Jahre Hair Metal, wirkt aber alles andere als kitschig.
Ein wiederkehrendes Element auf der CD sind die akustischen Gitarren, wie im Outro von „King Of The Threshold“ oder im Intro von „Let This River Flow“. Gegen Ende des Albums bekomtm man nochmal eine Verschnaufpause. „Epitome“ wirkt durch sein langsames Riffing und den größtenteils klaren gesang schwerfällig, aber nicht melancholisch. Der letzte Song Enter „Dog Of Pavlov“ scheint diese Charakteristik zu teilen, doch nach dem ruhigen Anfang geben die Schweden nochmal ordentlich Gas und bringen ihren neuesten Langspieler zu einem fulminanten Abschluss.

Wer ein paar Euro mehr ausgeben möchte, kann sich exklusiv bei Nuclear Blast die limitierte Box-Edition holen, in der noch eine DVD (ca. 30 Minuten Laufzeit mit Aufnahmen aus dem Studioalltag), eine Flagge mit dem Cover sowie zwei Bonus-Songs („Sweet Demise“ und ein Remix von „Distance“) enthalten und weltweit auf 500 Stück limitiert ist (ich bin stolzer Besitzer von Exemplar 135).

Das Album macht wirklichen großen Spaß zu hören und zeigt auf, dass Soilwork weiterhin Wege suchen sich weiterzuentwickeln, ohne dabei ihren Stil grundlegend zu ändern. Zwar kommt es nicht an meinen Favoriten „Figure Number Five“ ran, doch es ist ein würdiges Soilwork-Album geworden, Konfuzius‘ Weisheiten sei Dank (ob das Cover wohl ihm gewidmet ist…?). (ma)


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Bewertung: 12/15 Punkte
Genre: Melodic Death Metal/Göteborger Schule
Herkunft:
Schweden
Label: Nuclear Blast
Veröffentlichungsdatum: 02.07.2010
Homepage:
www.Soilwork.org

Tracklist

  1. Late For The Kill, Early For The Slaughter
  2. Two Lives Worth Of Reckoning
  3. The Thrill
  4. Deliverance Is Mine
  5. Night Comes Clean
  6. King Of The Threshold
  7. Let This River Flow
  8. Epitome
  9. The Akuma Afterglow
  10. Enter Dog Of Pavlov


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