Umsonst & Draußen 2026

Verfasst am 22. Juni 2026 von Fallen (Kategorie: Konzert-Rezensionen, Regionale Bands) — 14 views

18.-21.06.2026 – Talavera, Würzburg

Wie geil ist das denn? Ich erinnere mich an Zeiten des Umsonst und Draußen, wo gerade mal 10 Hanselchen vor der Bühne bei den Metal Bands standen. Aber wie war es dieses Jahr? Hunderte Menschen tummeln sich vor der Immerhin Bühne. Party in brütender Hitze knapp unter 40°C vor der Draußen Bühne. Crowdsurfing, Mitklatschen, Jubeln, Moshpit. So muss das sein!

Natürlich konnten wir uns nicht alle Metal- und Rockbands auf dem diesjährigen UUD anschauen, aber ein bisschen was konnten wir mitnehmen:

Die Jungs um Dieversity sind uns natürlich altbekannt und so lieferten sie wie erwartet auch ordentlich ab. Als erste Metal Band des Festivals ließen sie mit ihrem modernen Melodic Death Metal die Köpfe im positivsten Sinne fliegen!

Eine Nummer härter und schneller wurde es direkt danach mit Shores of Lunacy, die spontan für Leyka eingesprungen sind. Brutale Riffs, ballernde Basedrum und Gesang, der so klingt, als würde das Messer in der Kehle stecken. Das Publikum feierte das mit Mosh- und Circlepit und einer klassischen Wall of Death. So muss das!

Den Abschluss des ersten Tages in Sachen harte Musik durften Malm im Zirkuszelt geben und so manch Einer mag sagen, dass sie dort auch hingehören. Aber für das feiernde Publikum ist diese Band Kunst. Dreckiger Sound und Noise, gemischt mit progressiven Elementen und hingerotztem Gesang. Ich würde sagen, dass sich das durchaus gut hören lassen kann!

 

So kann der zweite Tag doch anfangen! OS Solair zelebrieren psychedelischen Rock, ein bisschen Shoegaze, Hardrock und Metal. Die fast ausschließlich instrumentalen Songs haben ordentlich mitgerissen und sorgten für reichlich gute Stimmung!

Deathrite

Tja was soll man sagen. Deathrite haben es geschafft, dass ich den ersten Crowdsurfer auf dem UUD gesehen habe. Ihr oldschooliger und dreckiger Death Metal mit kleinen Punk Anleihen konnte rundum überzeugen. So viele Menschen habe ich noch nie bei einer Metal Band auf dem UUD gesehen!

 

Tag 3, juhu! Und der startet zwar nicht wirklich mit Metal, aber mit saftigem College- und Bluesrock! Die junge Band Backyard Fire gab selbst in der Mittagshitze ordentlich Gas. Gerade die Songs mit etwas härteren Gitarrenriffs und Bluesrock Einflüssen passten perfekt zur leicht souligen Stimme der Frontfrau!

In meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bei diesen noch so jungen Menschen von Cloud of Fire mit klischeebeladenem Powermetal gerechnet habe. Aber ich habe mich so dermaßen getäuscht. Nicht nur, dass die Jungs auf der Bühne standen, als hätten sie das schon über 20 Jahre gemacht, nein das Songwriting und die Kreativität waren auch noch aller erste Sahne. Moderner Metal und Hardrock Elemente konnten mich vollends überzeuge. Geiler Auftritt! Hier wird noch einiges im Laufe der Jahre kommen!

Challenger – oder sollen wir sie lieber Motör Maiden bzw. Ironhead nennen? Denn der saftige Hard Rock und Metal von Challenger ist deutlich inspiriert von der englischen Schule! Und was soll man sagen: das macht derbe Laune! Das ganze gepaart mit sympathischen Ansagen, wie „Eeeeey! Wir haben T-Shirts… Kaufen!“, sorgt für reichlich Stimmung!

 

Auch wenn das Zirkuszelt mittlerweile einer Sauna glich, ließen sich die Fans nicht abhalten bei der female fronted Modern Metal Combo Dying for Dignity Gas zu geben. Das Sprang auf die Band über und so entstand eine dicke Party mit dicken Riffs!

Die U25 Bühne ist immer wieder wundervoll. Hier haben junge Menschen die Chance sich vor einem wild gemischten Publikum zu präsentieren und holla, hat das Veltrix getan. Die ganze Band ist zusammengerechnet vermutlich keine 70 Jahre alt aber ballert selbstbewusst Songs ins reichlich erschienene Publikum, wie die ganz großen! Starker Auftritt, weiter so!

Tear the Silence

Den letzten Tag durften Tear the Silence eröffnen und mit ihrem Metal/Emo-Core mit Melo-Death Anleihen pusteten sie den Fans und anderen Gästen ordentlich die Gehörgänge frei. Auch hier zeigt sich wieder, wie cool die U25 Bühne ist. Die Jungs gaben trotz ihrer Nervosität ordentlich Gas und wurden mit einem Circlepit in der knallenden Sonne belohnt. So kann der Tag starten!

Nun die Band, die wohl die höchste Anschlagsrate des gesamten Festivals hatte. Dagdrøm. Post-Blackmetal vom Feinsten. Ballernde Blastbeats, fette Riffs, tragende Melodien und derbe Screams sorgten für das Sommergewitter, das uns das Wetter verwehrte. Bei dieser Mischung blieb kein Auge trocken und kein Nacken gerade. Dagdrøm waren definitiv mein persönliches Highlight!
Alle, die „Der Weg einer Freiheit“ mögen, sollten hier auf jeden Fall einen Lauscher riskieren.

Aus Zeitgründen konnten wir nur schnell noch einen Blick ins Zelt zu Sasquatch werfen, die wie gewohnt seit Jahren ihren breitbeinigen Death-Metal ablieferten. Zeitgleich auf der Draußen Bühne durften Deville in der unbarmherzigen Sonne ihre passende Musik zum Besten geben. Alter Bridge mit Stoner-Elementen? So oder so eine coole Sache!

So ging es vorbei, das Umsonst und Draußen Würzburg 2026 und ich muss sagen: es war fantastisch! Die Bandauswahl, die Stimmung, die Menschen. Kommt nächstes Jahr vorbei oder helft dem Festival durch eine Fördermitgliedschaft oder Spenden, damit es wieder und wieder stattfinden kann!

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