Fem Fest | Mit: Venues, Wrecked Culture, Blacktoothed, Blossom Decay und Averea

Verfasst am 03. März 2024 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 351 views

02.03.2024 – JuKuZ, Aschaffenburg

Reges Treiben auf dem Hof des JuKuz!
Schön, hier mal wieder so viel Leben bei einer musikalischen Veranstaltung zu sehen!
Schon den ganzen Tag über fanden hier im Rahmen des feministischen März in Aschaffenburg verschiedene Aktionen und Workshops statt. Der Abend ist geprägt vom Fem Fest, für dessen Umsetzung das Team vom Heavy Grounds verantwortlich ist. Schon mal vorweg: Danke dafür und für den tollen Abend!

Averea

Den Anfang machen Averea aus Kulmbach. Und die legen die Messlatte schon gleich zu Beginn gehörig hoch! Nicht nur die überragend gut singende Georgie macht deutlich, dass das was hier auf der Bühne geboten wird, für Größeres bestimmt ist. Der melodische Metalcore zündet sofort, geht enorm gut ins Ohr („Blind“!) und drückt trotzdem ordentlich in den Magen. Ich bin mir sicher, dass diese Show (erst die zweite unter dem Banner Averea!) eine der wenigen in kleinem Rahmen gewesen sein wird. Starke Performance der überaus sympathischen Band!

Gut, dass Blossom Decay anschließend einen so großen Kontrast bieten (stilistisch, wohlgemerkt, nicht qualitativ!), dass erst gar keine Vergleiche aufkommen können. Im Gegensatz zum melodischen Material von Averea, reißen Blossom Decay mit ihrem klassischen Hardcore die Bühne in gefühlt 15 Minuten komplett ab. Megageil!

Blacktoothed haben danach keinen leichten Stand, weil sie ein bisschen zwischen den Stühlen sitzen und weder an die Intensität von Blossom Decay, noch an die krass souveräne Performance von Averea anschließen können. Und das, obwohl die LeipzigerInnen eigentlich gar nix falsch machen – was der gut gefüllte Saal und die gute Stimmung ja auch belegen. Bei mir bleibt an diesem Abend vom melodischen Material der Band jedoch am wenigsten hängen. Was aber selbstverständlich eine reine Geschmacksfrage ist…

Venues

Wrecked Culture schlagen anschließend die Kerbe von Blossom Decay noch tiefer! Der kompromisslose, rotzige Hardcore kommt extrem geil rüber und macht richtig viel Bock! Vor der Bühne ist ordentlich Bewegung, auf der Bühne auch. Genau so muss das! Das kurze Feature von Blossom Decays Sängerin am Ende schlägt eine passende Brücke und bringt die Show mit doppeltem Ausrufezeichen zu Ende! Geil!

Als Headliner schlagen die Stuttgarter Shooting Stars Venues auf. Man merkt sofort, dass die Truppe über eine ganze Menge Bühnenerfahrung verfügt. Die Show ist sehr souverän, sehr abgezockt und cool – aber auch (und das ist das wichtigste) sehr sympathisch! Der melodische Metalcore der letzten beiden Alben „Solace“ und „Aspire“ ist völlig zu Recht hochgelobt – und die Ausblicke auf das neue Album machen sofort Appetit. Ein würdiger Abschluss für diesen tollen Tag! Danke an alle, die daran beteiligt waren! Von mir aus gern nächstes Jahr wieder!

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