Far Beyond – „A Frozen Flame Of Ice

Verfasst am 16. August 2016 von Michael Klein (Kategorie: CD-Rezensionen) — 686 views

Wenn „A Frozen Flame Of Ice“ mit „Evernight – Part I“ losbrettert, dann fühlt man sich im ersten Moment an Bands wie Wintersun oder Ensiferum erinnert.
Durch den vermehrten Einsatz von klarem Gesang, tieferen Grunts und mehrstimmigen Chören ist der Sound von Far Beyond jedoch um einige Facetten reicher.
Man sollte generell kein Problem mit Facettenreichtum haben, wenn man sich mit „A Frozen Flame Of Ice“ anfreunden will. Eine Vorliebe für ausladende Kompositionen und Epik ist Grundvoraussetzung für den Zugang zum Album, denn direkt auf den Punkt kommt keine der sechs im Schnitt rund 8-minütigen Songs.
Eugen Dodenhoeft, der alleinige Kopf hinter Far Beyond, hat in seinen Songs viele Ideen und Strukturen vielschichtig verschmolzen.
Manchmal steht sich dadurch ein Song selbst im Weg. Etwa wenn eine funkelnde Idee direkt von der nächsten abgelöst wird, und keine Zeit zur vollständigen Entfaltung bekommt. In der Summe funktionieren die Collagen jedoch gut – brauchen allerdings einige Durchläufe, um richtig erfasst werden zu können.

Die dezent eisige Atmosphäre, die das halbe Dutzend Songs ausstrahlt (im Positiven gemeint), ist im Artwork von Felipe Machado Franco (u. A. Blind Guardian, Rage, Brainstorm) hervorragend eingefangen. „A Frozen Flame Of Ice“ klingt nämlich als hätten Norther die Musik zu einer Verfilmung von Icewind Dale erschaffen. Oder Wintersun eine zur Winterwelt-Saga.
Fans von episch-melodischem, finnisch angehauchtem Death Metal, können hier mal ein Ohr riskieren. (mk)


far beyond

Bewertung: 9/15 Punkte
Genre: Dark Melodic Death
Herkunft: Deutschland
Label: Aeterna Records
Veröffentlichungsdatum: 01.09.2016
Homepage: www.Far-Beyond.com

Tracklist

  1. Evernight – Part I
  2. The Song Remains The Same
  3. A Frozen Flame Of Ice
  4. Last Farewell
  5. Unrelenting Force
  6. Evernight – Part II


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