Raubtier – „Bärsärkagång

Verfasst am 28. Februar 2016 von Mathias Anthes (Kategorie: CD-Rezensionen) — 602 views

Können Raubtier mit ihrem fünften Album genug überzeugen, um außerhalb von Skandinavien Fuß zu fassen?

Die meiner Meinung nach besten Stücke sind „Tropaion“ und „Förvildad“. „Tropaion“ besticht durch sein hohes Tempo sowie die irgendwie fast schon beängstigend „fröhlich“ klingenden Synthie-Einspieler. Das Lied eignet sich perfekt zur Untermalung eines Karnevals des Grauens. „Förvildad“ hingegen schlägt in die selbe Kerbe wie einst „Världsherravälde“ von 2010. Ein etwas langsameres Stück, das mit dem Kehrvers an Fahrt aufnimmt und den Hörer mitreißt. Ein wenig unfreiwillig komisch wirkt es auf mich allerdings, weil die Elektromelodie am Anfang bzw. Ende mich stark an den Soundtrack von Donkey Kong Country 2 erinnert.
Der Rest der Lieder ist zwar nicht schlecht, doch bieten sie auch leider nichts Neues. Vor dem Hintergrund, dass Raubtier in unseren Gefilden noch vielen Leuten unbekannt sind, ist das aber fast schon zu vernachlässigen. Nur Fans der ersten Stunde, die bereits alle anderen Alben kennen, könnten etwas Innovation vermissen; neue Fans und Sammler hingegen dürften zufrieden werden.
Die Produktion des Albums ist dieses Mal etwas besser ausgefallen, die Gitarren haben noch immer den typischen Raubtier-Klang, aber mit mehr Druck dahinter als auf den Vorgängerplatten.

Letzten Endes ist „Bärsärkagång“ ein solides Album geworden, dessen Halbwertszeit aber höher hätte ausfallen können. (ma)


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Bewertung: 9/15 Punkte
Genre: Metal
Herkunft: Schweden
Label: Despotz Records
Veröffentlichungsdatum: 19.02.2016
Homepage: www.Raubtier.se

Tracklist

  1. Bärsärkargång
  2. Bothniablod
  3. Den Sista Kulan
  4. Levande Död
  5. Tropaion
  6. Brännmärkt
  7. Hymn
  8. Förvildad
  9. Praetorian
  10. Genom Allt
  11. Röd Snö
  12. Lejonhjärta


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