A Night Of Metal | Mit: Klamm, Black Splendor, How To Name That Monster und Coromill

Verfasst am 06. Oktober 2013 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 2.867 views

05.10.2013 – JuZ, Aschaffenburg

Was soll man von einem Bericht von einem Konzert erwarten, das man selbst initiiert hat? Wir sparen uns also an dieser Stelle irgendwelche Lobhudeleien und bedanken uns nochmals bei allen teilnehmenden Bands, den freiwilligen Helfern, dem JuZ-Team und natürlich an all diejenigen, die mit ihrem Erscheinen dazu beigetragen haben, den Abend nicht nur erfolgreich zu machen, sondern die Metal-Szene in Aschaffenburg dadurch auch aktiv zu unterstützen! Wir hoffen es hat euch gefallen!

Für all diejenigen, die es nicht geschafft haben: Das hier habt ihr verpasst:

CoromillCoromill haben sich der undankbaren Aufgabe des Openers mit Bravour gestellt und den Saal des JuZ um Punkt 7 mit ersten Gitarrenakkorden geflutet. Dabei zeigten sich die Spessart´ler deutlich souveräner und gereifter als beim letzten Gig, den ich von Coromill gesehen habe. Die Mixtur aus Punk, Metal in seiner rotzigen (manchmal an Motörhead oder alte Onkelz erinnernden) Art kam gut an und hat bereits zu so früher Stunde einige Neugierige vor die Bühne gelockt.

How To Name That MonsterDirekt danach demonstrierten auch How To Name That Monster, dass der Aufwärtstrend der Truppe keinerlei Anzeichen einer Stagnation zeigt. Anno 2013 – bzw. seit Daves Wechsel ans Mikrofon – tönen die Stücke der Jungs noch eine ganze Nummer aggressiver und verlagern dadurch das stilistische Gewicht der Band. Weniger Core, mehr Metal. Weniger Breakdowns, mehr Groove. Das steht dem immer noch namenlosen Ungetüm sehr gut, was auch die zahlreichen Anwesenden im Saal so gesehen haben dürften… Applaus!

Black SplendorIm Anschluss erlebt der Mythos Black Splendor seine zweite Auferstehung. Dessen Zeugen: Ein prall gefüllter JuZ-Saal. Die Band zeigt sich dabei deutlich selbstsicherer und gewachsener als bei ihrem Live-Debüt vor etwa einem Jahr. „Zeremonienmeister“ Alex hat seine Stimme hörbar weiterverbessert und begeistert mit absolut fantastischen, markerschütternden Schreien. Der Rest der Band (inklusive dem neuen Bassisten Peter) zimmert ohnehin weit über dem regionalen Durchschnittsniveau. War diese Messe ein Erfolg? Verdammt, ja! Wir warten auf die nächste Zelebration…

KlammAls ehemals in Aschaffenburg gestartete Band können Klamm – anders als andere „auswärtige“ Truppen – hierzulande immer noch auf eine treue Fangemeinde zählen. So haben sich zu später Stunde trotzdem eine ganze Menge Leute vor der Bühne versammelt um dem atmosphärischen Black Metal des Quintetts ihre Ohren zu schenken. „Wasser atmen“ eröffnet das einstündige Konzert, das vor allem von WB´s prägnanter Stimme (die mir live übrigens viel besser gefällt als konserviert, weil hier irgendwie weniger „gekünstelt“ und steril, sondern dreckiger und roher) und den typisch Klamm’schen, hypnotischen Riffs der Saitenfraktion geprägt wird. Als zwei der vielen Highlights ragen für mich der 2008er-Oldie „Frostfluss“ und das als Zugabe gespielte, tolle Instrumental „Sol“ heraus. Ein toller Abschluss des Abends!

Text: (mk), Bilder: (mst)

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