Von Gut zu Besser zu Schlecht

Verfasst am 28. Juli 2009 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 1.044 views

Obituary | Vorbands: Discreation, Verdict

22.07.2009 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Passend zur Veröffentlichung des neuen Albums „The Darkest Day“ und günstig gelegen zwischen diversen Festival-Terminen machen die alten Recken von Obituary für einen Club-Auftritt zum ersten Mal Halt im Colos-Saal. Die beiden regionalen Bands Discreation (Hanau) und Verdict (Miltenberg) vervollständigen das Aufgebot und sorgen dafür, dass sich der Saal auch richtig füllt.


Pünktlich um acht brettert das hessische Geschwader mit ihrem derben Death mit Black und Thrash-Einflüssen los und lässt die ersten Ohren aufhorchen. Insbesondere die aggressiven Grunts von Höllenorgan Kai Müller-Lenz und das knackige Zusammenspiel des Quintetts lassen den Auftritt in Erinnerung bleiben.

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Mit dem von Discreation hohen angeschlagenen Tempo können die Veteranen von Verdict zwar nicht mithalten, jedoch liefern die fünf Jungs am heutigen Abend eine Galavorstellung in Sachen Thrash ab. Musikalisch bewegt sich der Fünfer sowieso weit über dem regionalen Niveau und hätte keinerlei Probleme mit den deutlich größeren Bands des Genres mitzuhalten. Hoffen wir, dass mit dem heiß erwarteten neuen Album „Assassin:Nation“ sich endlich der verdiente Erfolg einstellt. An das Niveau und die Intensität der Verdict´schen Abrissbirnen wie „Generation: Genocide“ oder „Bestial Nature“ kommen heute nicht mal mehr Obituary ran. Ganz Große Klasse!

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Die Florida-Walze ist allgemein nicht unbedingt als besonders agile und kommunikative Band bekannt – was das Quintett heute aber an Langeweile und Ermüdung darbietet ist kaum zu übertreffen: Lange Pausen zwischen den Songs (bei denen die Band auch noch mit dem Rücken zur den Fans steht), kaum eine Ansage und nur wenig Anfeuerung, Sänger John Tardy steht mehr neben als auf der Bühne, Bassist Frank Watkins (alkoholisierter Weise) fällt dafür herunter. Da nützen selbst ach so große Hits („Final Thoughts“ etc.) nicht viel – bei so emotionslos heruntergespieltem Material bleibt die Stimmung eher bescheiden und ich gehe noch vor der Zugabe. Tschüss Obi! Schaut euch das nächste Mal eure Vorbands an – dann wisst ihr wie man Metal standesgemäß auf die Bühne bringt! (mk)

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