Apron | Vorbands: Dynyle, Livid Brew, Pyometra

Verfasst am 17. Mai 2012 von Matthias Rauwolf (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 3.203 views

11.05.2012 – Rind, Rüsselsheim

Endlich mal wieder ein Konzert der Jungs von Dynyle, das in der Nähe stattfindet, und bei dem ich Zeit habe. Und nicht nur das: Auch das restliche Line-Up verspricht extrem interessant zu werden, denn vom Rock ’n’ Roll über NuMetal bis hin zum Death Metal ist sehr viel geboten. Und auch der Termin an einem Freitagabend verspricht vielleicht mal wieder etwas mehr Betrieb bei einem Event von lokalem Charakter.

Allerdings scheint es das Wetter nicht gut meinen mit den Veranstaltern, den Metal Psychos, denen an dieser Stelle auch mal ein Lob ausgesprochen sei für diese Veranstaltung. Denn die Sonne ist zwar an diesem Abend verschwunden, aber der kurz vor Veranstaltungsbeginn einsetzende, sintflutartige Regen mit Sicherheit kein förderlicher Umstand für eine Veranstaltung.

Als dann pünktlich um halb neun die erste Band, Pyometra, die Bühne betreten muss, um den Zeitplan einzuhalten, ist der Raum des Rindes nur spärlich gefüllt, aber trotzdem lassen es die Frankfurter Todesmetaller ordentlich krachen und der Erfolg zeigt sich in einer guten Stimmung unter den zahlreicher werdenden Zuschauern. Offensichtlich hat die Musik die Leute aus ihren Raucherritualen gerissen und sie in die Halle gebracht. Für den Anfang ist die Musik zwar vielleicht etwas ungünstig gewählt, aber die Bewegung im Publikum zeigt, dass auch jetzt schon deren Fans anwesend sind. Als die Musiker dann nach 30 Minuten die Bühne verlassen, werden bereits „Zugabe“-Rufe laut, die allerdings nicht bedient werden können zu diesem Zeitpunkt.

Nach einer kurzen Umbaupause, die die meisten Gäste vor der Tür verbringen, wo es mittlerweile wieder trocken geworden ist, betritt eine Band aus Hanau die Bühne, deren Musik in eine deutlich andere, melodiösere Richtung geht. Zwar bleibt es hart, aber im Vergleich zu den fast technisch aufspielenden Jungs von Pyometra, geht es bei Livid Brew eher Stoner-Rock-’n‘-Roll-mäßig zu, und der Saal gerät in wesentlich schwungvollere Bewegung. Die Musik von der Bühne zeigt deutliche ihre Wurzeln in den frühen Jahren des Rock ’n‘ Roll, aber auch die Härte des Thrash und der Groove des Stoner fehlen nicht und machen das Konzert zu einem hochinteressanten. Eventuell bedingt durch die energetische Musik fehlen nach den 30 Minuten Programm zwar die Zugabe-Rufe, aber trotzdem haben die Jungs gezeigt, was sie können und das Publikum hatte seinen Spaß.

Nach einer erneuten Umbaupause betreten die Offenbacher von Dynyle die Bühne und man hat, wie bei dieser Gruppe üblich, das Gefühl, als wollten die Jungs die Bühne und den Laden sofort abreißen. Nicht nur ältere, bereits auf ihrer CD veröffentlichte Stücke kamen an diesem Abend zu Aufführung, was einen sehr starker Einbindung des Publikums führte, sondern auch neue Stücke, die aber genau in das Schema der Band passten. 40 Minuten brennen die NuMetaller ein echtes Feuerwerk von bekannten und neuen Stücken ab und haben das Publikum jederzeit voll im Griff. Frontmann Gerrit gibt wieder alles und am Ende muss die Band fast dazu genötigt werden, noch eine Zugabe zu spielen, was dann mein Höhepunkt des Abends ist.

Die Headliner des Abends, Apron aus Passau, sind nicht nur akustisch etwas besonders auf diesem Konzert, sondern bieten auch etwas für die Augen. Sowohl die Kleidung der fünf Musiker als auch ihre Gesichtsbemalung zeigen, dass sich die Jungs nicht tierisch ernst nehmen, aber deswegen trotzdem professionell auftreten und spielen können. Da ich bereits Disco-Metal-Musik gehört hatte, war ich ein wenig voreingenommen, und was die Passauer dort abliefern ist doch extrem hart und nicht so elektronisch, wie ich befürchtet hätte.
Die Texte sind sehr interessant, und die Show der Band ist wirklich von Anfang bis Ende sehenswert, wobei der Sound leider nicht so transparent ist wie bei den Vorgängern auf der Bühne. Alles in Allem aber ein guter Abschluss des Abends.

Fazit: Hier jetzt noch mal vielen Dank an die Metal Psychos, alle Bands und Zuschauer. Lob auch für den Sound des Abends, denn abgesehen von den unausgewogenen Gitarren bei der letzten Band war der durchgehend sehr gut, und es bleibt zu hoffen, dass wir solche Veranstaltungen auch in Zukunft hier in der Region werden erleben können. (mr)

Setlist Pyometra

  • Drowned And Devoured
  • At War With Your Guts
  • The Shape Stalks Again
  • The Story Of Old Ed
  • Don’t Go In The Woods
  • Hammer Redeemer
  • Injected With Poison
    ————————–
  • Hatefuck (Zugabe)

Selist Livid Brew

  • Madman’s Show
  • Not Until You Know My Name
  • Shake
  • All Hands Over Me
  • The Man Who Gives The Cane
  • Rover
  • Fever Pitch

Setlist Dynyle

  • Trails
  • Supremacy
  • No Energy
  • Soulfly
  • Harlekin
  • Lanterns
  • Story Inside
    —————————
  • Angel Fingers (Zugabe)

Setlist Apron

  • Masses
  • Hangman
  • Facebook Superstar
  • Ghost In The Machine
  • Crocodile
  • Need
  • Mr. Punch
  • Joey the Clown
  • Discostick
  • Broken Child
    —————————
  • World At War (Zugabe)
  • Game Called Rejection (Zugabe)

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