Words Of Farewell | Vorbands: Thirdwave & Sapiency

Verfasst am 06. September 2026 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen, Regionale Bands) — 16 views

04.09.2026 – Elfer Club, Frankfurt

Den Abend dürfen die Lokalmatadoren von Sapiency eröffnen. Motiviert und engagiert zieht das  Sextett (seit 2023 mit einem Mixed-Doppel am Mikrofon) die Show durch, auch wenn die Animationsversuche ins Leere laufen.
Der Sound ist überraschend gut und lässt den melodischen Death Metal gut zur Geltung kommen
Über das „Maniac“-Cover lässt sich zwar streiten, über den Rest des Materials nicht. Melis´ Stimme ist mehr als Souverän, die Shouts von Silas sitzen ebenfalls und der Rest der Band geizt trotz beengter Bühnenverhältnisse nicht mit Bewegung. Da freut man sich direkt aufs neue Material der Band!

Sapiency

Im Anschluss folgen Thirdwave, die für die krankheitsbedingt ausgefallenen All Will Know eingesprungen sind.
Auf die Frankfurter ist – wie immer – Verlass: Es wird voll vor der Bühne, es wird heiß im Saal und es bricht ein akustisches Gewitter sondersgleichen über die Anwesenden herein.
Es regnet heftige Riffs, hagelt derbste Shouts und massive Grooves peitschen von der Bühne.
Die Band lässt sich auch von einem kurzzeitigen Ausfall der PA nicht aus der Ruhe bringen und demonstriert eindrucksvoll, warum sie zu den besten Bands der gesamten Region (und darüberhinaus!) gehört! Eine echte Machtdemonstration, die in einem geilen Pit ihr gebührendes Ende nimmt.
Und auch wenn ich mich ständig wiederhole: Dass „Keep Me Blind“ nicht längst in allen relevanten Top-Hit-Playlists steht, ist nach wie vor ein waschechter Skandal!

Ob es die Headliner Words Of Farewell überhaupt noch auf die Bühne schaffen, Stand von Beginn des Abends zur Frage. Vier der Sechs Bandmitglieder standen bis kurz vor Beginn der Show noch im Stau. Kurz vor knapp ist die Band aus NRW aber vollständig anwesend, baut in Windeseile um und startet (ohne Backdrop und Lichtanlage) ins Set, um zumindest noch eine gute halbe Stunde Musik zu spielen, ehe Schluss sein muss! Respekt an die Band!
Dass den Gig über die Shouts etwas zu leise sind, ist als Kompromiss zu verschmerzen, da das Sextett sämtliche Energie in diese Minuten packt, und bis zum abschließenden „In Kingdoms Of Rain“ auf der Bühne förmlich explodiert. Die Fans erweisen ihren Dank mit heftigen Moshpits.
Wer die Band – wie ich – bisher nicht kannte, kann sich Dark Tranquillity auf Speed vorstellen: Von  Keyboards umschmeichelter, Melodic Death Metal, der weger an Härte, noch an Melodie geizt und auf hohem Niveau, überaus souverän gezockt wird. Ein starker Abschluss des tollen Abends. Trotz Stau.

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