Thundermother | Vorband: Dymytry

Verfasst am 31. Mai 2022 von Gringer (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 520 views

30.05.2022 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Leute, was war da los? Gab es eine heimliche Absprache fürs Guinessbuch der Rekorde Montags den Colos vollzustopfen?

Corona macht alles anders. Aber wirklich alles. Montagskonzerte sind schlecht besucht. Bekommste die Hütte nicht voll. Einfaches Gesetz, kannste dich drauf verlassen. Genau richtig um wieder sachte mit Konzerten anzufangen und reinzuschnuppern. Dachte sich ganz AB und Umkreis. Leute, was war da los? Die Hütte war einfach schon weit vor der Vorband brechend voll und wollte sich auch nicht wieder lichten. Im Gegenteil. Verrückt, aber geil.

Die Opener Dymytry sagen dazu nicht nein und genossen diese Crowd von der ersten Minute an. Der ganze Mob feiert ausgehungert die maskierten Tschechen ab. Diese ziehen ihre Maskerade auch bis zum anschließendem versprochenen Treffen am Merchstand durch. Genau wie das Publikum weiter standhaft im Colos verharrt.

Gegen 21:15 Uhr donnerten die Mütter dann auch endlich auf die Bühne. Jetzt ging es einfach nur noch ab. Meine Überlegung, dass sich hier womöglich nur Hinz und Kunz getroffen hat, um eben mal wieder Konzertluft zu schnuppern bestätigte sich nicht. Von Anfang an reckten sich die Fanhände in die Lüfte und die Texte wurden mitgebrüllt. Party von Anfang bis Ende. Dass heute keine Gefangenen gemacht werden zeigte sich schon, als Thundermother direkt den Hit „Love Is A Dog“ rausfeuerten. „It bites an barks. Wont.t treat you well“ wird Motto des Abends, haben sich die Girls und insbesondere wohl Sängerin Guernica gedacht, die mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Aber das tat der Energie keinen Abbruch. Und Bandchefin Filippa lebt vor, dass man sich von so Nichtigkeiten nicht ausbremsen lässt und rumjammert. Nein, hier ist Rock´n´Roll angesagt und werden schon mal lasziv die Tequillagläser in die Ecke gepfeffert. Schon nach 20 Minuten flog der erste BH auf die Bühne. Zum Bedauern des Werfers und sicher nicht nur dem verschob Guernica das Anprobieren auf später. So geht Konter. Wo wir schon beim spannen sind – weitere 20 Minuten später gaben sie „Watch Out“ zum Besten – genau das empfehle ich euch. Hier wurde zu Recht am meisten gemosht, da der Song viel dichter und härter ist. Anschließend folgte „Loud And Alive“, was die Band alsbald auch auf dem Mühlberg wirde in die Tat umsetzen wird. Dann heißt es nicht mehr „I Dont Know You“ und dann wird „Into The Mud“ gesungen und gegangen wie „Back In 76″. Ihr merkt schon: Sehr viele Ohrwürmer! Danke Thundermother! Die Hütte so voll und zum beben zu bekommen. Wir sehen uns auf dem Mühlberg oder auf diesen zig Gigs die diese starken Frauen stemmen. Sie spielen gefühlt an jeder Steckdose. Respekt. Sisterhoodpower. (lk)

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