Equilibrium | Vorband: Elvenpath

Verfasst am 02. Oktober 2015 von Michael Klein (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 1.452 views

01.10.2015 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Elvenpath im Colos-Saal! Eine längst überfällige Angelegenheit! Das finden sowohl Band als auch Fans, denn beide Seiten haben mächtig Spaß am Auftritt der Frankfurter. Schon nach wenigen Minuten startet unaufgefordert der erste Pogo im Publikum, später lassen sich die Anwesenden von Gitarrist Till sogar zu einer Wall Of Death animieren!
20151001_202955Sänger Dragutin sucht mehrfach das Bad in der Menge, während das wahrscheinlich beste Gitarrengespann der Region (Oberboßel/Rossow) zu den Elvenpath-typischen, zweistimmigen Griffbrettausflügen ansetzt. Klasse!
Dazu zimmern Bassist Christian und der vollkommen hinter Sidedrop und Bühnentechnik versteckt spielende Drummer Manuel ein grundsolides Fundament für den „echten“ Stahl der Band. Kann man der quirlig agierenden Band das Zeugnis für einen Triumphzug ausstellen? Ja, ich denke schon. Das war schon große Klasse heute!

Im Anschluss dann Equilibrium. Was früher mal als mehr oder weniger ernstzunehmende Pagan-Metal-Band begann, ist heute hart an der Grenze zu Ballermann & Co.
Ehrlich, würde die Band noch „Ein Bett Im Kornfeld“ oder „Griechischer Wein“ in ihr Set einbinden – es würde passen. Und noch schlimmer: Die Meute würde es wahrscheinlich noch abfeiern! Dazu kommen billige Einspielungen vom Band und Sänger Robbse redet sich mit billigen Gags über Hartz IV und Ossis um Kopf und Kragen.
Man muss der Band zwar attestieren, dass sie handwerklich fit ist und weiß was sie tut – aber das Ergebnis hat mit dem, was ich unter Metal verstehe, so viel zu tun wie die Jungfrau Maria mit einem Gangbang.

Schade, dass Bassistin Jen Majura (schon ganz zu Evanescence abgewandert?) heute nicht mit dabei ist. Dann wäre wenigstens ein optischer Anreiz geboten.

All hail to Elvenpath! Goodbye Equilibrium! (mk)

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