8 Monate nach 01011001

Verfasst am 03. September 2008 von Michael Klein (Kategorie: Interviews) — 1.117 views

Etwa acht Monate sind vergangen seit Arjen Lucassen das Ayreon-Meisterwerk „01011001“ veröffentlichte. In der Zwischezeit verblüffte der Holländer nicht nur mit der spaßigen „Elected“-EP, sondern auch mit der Nachricht, bereits an neuen Songs zu arbeiten. Zeit für www.Metal-Aschaffenburg.de mal nach dem Zwischenstand zu fragen. Mastermind Ayreon gab uns bereitwillig Auskunft.

Metal-Aschaffenburg: Hallo Arjen!

Arjen Lucassen: Hallo!

Vor einigen Wochen hast du verkündet, bereits an neuem Material zu schreiben. Was kannst du uns bis jetzt denn schon darüber verraten?

Nun, ich werde versuchen diesmal mit nur einem Sänger zu arbeiten. Das Material selbst wird weniger „kompliziert“ als Ayreon und die Stücke werden recht lang (um die 10 Minuten). Es wird einige harte Parts geben, der größte Teil ist jedoch langsam und atmosphärisch.

Das erinnert mich ein bisschen an dein 2001er Ambeon-Projekt. Weißt du schon, wer der neue Sänger wird?

Er wurde noch nicht bestätigt – also kann ich dir leider noch keinen Namen sagen.

Wird es eine neue Stimme sein oder ein Sänger mit dem du bereits gearbeitet hast?

Es wird ein neuer Sänger – jedoch nicht aus der Metal- oder Prog-Welt.

Wirst du es überhaupt unter dem Namen Ayreon veröffentlichen?

Nein, unter einem anderem Namen. Ich habe aber noch keine Idee unter welchem.

Wie sind denn eigentlich die Reaktionen auf die witzige „Elected -EP mit Avantasia ausgefallen?

Die Reaktionen der Presse waren recht gemischt, die Fans mochten sie aber durchgehend.

Vielleicht hätten wir „Elected“ nicht zur A-Seite machen sollen. Der Song sollte eigentlich ein kleines Extra werden. Die Plattenfirma mochte ihn aber so sehr, dass sie ihn als Titelsong haben wollten. Ursprünglich sollte „Ride The Comet“ die Single werden.

Die Arbeit mit Tobias Sammet war allerdings super – und ich denke, das Ergebnis ist klasse geworden.

Wäre demnach Tobi ein Kandidat für die nächste Ayreon-Scheibe?

Oh – so weit plane ich nie, aber Chancen bestehen sicherlich.

Du hast zweimal live in Aschaffenburg gespielt: 2002 zusammen mit Star One und 2006 mit Stream Of Passion. Wie groß ist die Chance, dich noch einmal live hier zu sehen?

Ich habe derzeit noch keine Pläne wieder live zu spielen – dazu fehlt mir momentan die Leidenschaft. Aber wenn ich wieder auftrete, dann werde ich ganz sicher wieder nach Aschaffenburg zurückkehren! Es hat es uns immer viel Spaß gemacht – dort ist ja sozusagen die „German Prog City“. (lacht)

Wie hat es dir im Colos-Saal und in der Stadt gefallen? Hast du neben dem Club auch etwas anderes von Aschaffenburg gesehen?

Der Colos-Saal ist toll! Ich erinnere mich auch an die schöne, malerische Innenstadt. Ich hatte natürlich auch alle Plattenläden besucht – und dabei viel zu viele CDs gekauft!

Hast du schon einmal überlegt, deine 1996 veröffentlichte Strang-Hobby-Scheibe neu aufzulegen? Das Album ist nur noch extrem schwierig und wenn, dann seht teuer zu bekommen. Viele Fans würden darüber sehr glücklich sein.

Ich würde sehr gerne – es gibt aber gesetzliche Belange, denn ich bin nicht der Inhaber des Albums und so habe ich keine Rechte daran.

Fallen die Rechte daran irgendwann wieder zurück an dich?

Leider nein.

Schade. Da muss also doch Ebay herhalten.

Eine letzte Frage: Welche Musik hörst du dir denn derzeit zu Hause an?

Ich höre sehr viel Verschiedenes jeden Tag, so dass sich das schwer sagen lässt. Gestern hörte ich die neue Anathema, vorgestern Devin Townsends Synchestra. Die neue Opeth ist auch großartig.

Ich bedanke mich rechtherzlich für das kleine Interview!

Gern Geschehen. Viel Glück mit eurer Website!

(mk)

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