Wenig Masse = viel Energie

Verfasst am 10. Oktober 2006 von Mathias Anthes (Kategorie: Konzert-Rezensionen) — 926 views

Communic | Vorband: Scar Symmetry

09.10.2006 – Colos-Saal, Aschaffenburg

Heute soll es ein kolossaler Abend werden, denn Scar Symmetry und Communic geben sich die Ehre im Aschaffenburger Colos-Saal.
Die Halle war zwar mit ca. 100-200 Metallern relativ leer, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Den Anfang machten Scar Symmetry aus Schweden. Die 5 Jungs sind zur Zeit auf der Überholspur in Sachen Death Metal. Wer In Flames oder Soilwork mag, wird Scar Symmetry lieben.
Sie haben den Sound der Göteborger Schule zwar nicht neu erfunden, doch auf ihre eigene Art sehr gut neu-inszeniert. Ihr Set war eine gleichgewichtige Mischung aus ihrem ersten Album Symmetrc In Design und der aktuellen Platte Pitch Black Progress.
Man sah der Band richtig an, dass sie Spaß auf der Bühne hatten, nicht zuletzt weil das Publikum bei fast allen Song mitsang und bangte als gäbe es kein morgen. Die Energie der Band steckte das gesamte Publikum an, so dass das gesamte Programm über nie Langeweile aufkam.
Der Spaß dauerte leider nur knapp eine Stunde, doch es ging bald wieder weiter.

Nach circa 20 Minuten ereignisloser Umbaupause betraten dann die Kollegen von Communic die Bretter.
Etwas weniger aggressiv, dafür komplexere Song-Strukturen bestimmen den Sound dieser norwegischen Heavy/Thrash-Metal-Kapelle. Grundsätzlich sehr gute Musik, auch eine großartige Kommunikation zwischen der Band und den Fans war da, doch teilweise streckten sich die Songs auf bis zu acht Minuten, was manchmal doch zu viel war. Auch ihr Set war sehr ausgewogen, vom aktuellen Album bis hin zum Erstlingswerk wurden die besten Songs ausgewählt und zum Besten gegeben. Das Gefiel nicht nur den (mittlerweile sehr zottelig gebangten) Metallern, sondern auch ihren skandinavischen Kollegen, Scar-Symmetry-Sänger Christian Älvestam sprang zwischenzeitlich auf die Bühne und bangte kurz mit. Sie spielten rund 1 1/2 Stunden, inklusive recht langer Zugabe.

Am Ende der Show konnte man dank der wenigen Besucher auch leicht zu den Garderoben etc., wodurch der tolle Abend noch einen angenehm ruhigen Schluss nahm. (ma)

Tags: ,

Hinterlasse eine Antwort

*