Midnattsol – „The Metamorphosis Melody“

Verfasst am 17. April 2011 von Manuel (Kategorie: CD-Rezensionen) — 1.118 views

Besser schlecht kopiert als gut gemacht

Das Wohl und Wehe des dritten Albums. Vieles wurde bereits darüber geschrieben. Es heißt, dass das berühmte dritte Album darüber entscheidet, ob eine Band in Zukunft Erfolg haben wird oder meist für alle Ewigkeit im Untergrund herumspuken wird.

Auch bei den deutsch-norwegischen Midnattsol steht nun das besagte Album im Raum. Jedoch gestaltet es sich bei diesen so, dass sie auch schon in der Vergangenheit ein wenig mehr Aufmerksamkeit genießen durften. Dies lag aber wohl eher daran, dass mit Carmen Elise Espenæs die kleine Schwester von Leaves‘-Eyes- und Ex-Theatre-Of-Tragedy-Frontrau Liv Kristine hinter dem Mikro steht.
The Metamorphosis Melody“ wird standesgemäß mit einem Retorten-Klassikintro eröffnet, bevor es mit dem Titel das erste Mal in die Vollen geht. Was zu Beginn schon zu erahnen ist, wird im Laufe des Albums immer deutlicher. Midnattsol bringen keinen Schwung ins Genre. Alles ist generisch, schon viel zu oft gehört und einfach nicht neu. Klar, von technischer Seite her betrachtet gibt es hier nicht viel auszusetzen. Die Band kann ihre Instrumente spielen, Frau Espenæs kann auch singen und die Produktion ist blitzsauber und druckvoll. Midnattsol schaffen es aber auf „The Metamorphosis Melody“ in keinem Song wirklich zu überzeugen, den Hörer zu packen und der Musik ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Alles plätschert vor sich hin und klingt, als hätte man es im Genre schon 100-mal besser gehört. Mitschuld daran trägt auch die Tatsache, dass alle elf Lieder mit einer Durchschnittslänge von über fünf Minuten einfach zu lang und ohne viel Abwechslungsreichtum sind.

Wenn wir nun die Brücke zum Anfang schlagen, muss man sagen, dass Midnattsol wohl weiterhin mehr Aufmerksamkeit durch ihre Verbindung zu Leaves‘ Eyes bekommen wird, als durch ihre Musik selbst. Diese klingt einfach zu austauschbar und von Bands wie Epica oder Nightwish schon vor Jahren besser umgesetzt. (ms)


Midnattsol Metamorphosis Melody

Bewertung: 6/15 Punkte
Genre: Gothic Metal
Herkunft:
Deutschland/Norwegen
Label: Napalm Records
Veröffentlichungsdatum: 22.04.2011
Homepage:
www.Midnattsol.com

Tracklist

  1. Alv (Intro)
  2. The Metamorphosis Melody
  3. Spellbound
  4. The Tide
  5. A Poet’s Prayer
  6. Forlorn
  7. Kong Valemons Kamp
  8. Goodbye
  9. Forvandlingen
  10. Motets Makt
  11. My Re-creation


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