Iced Earth – „The Crucible Of Man – Something Wicked Part 2“

Verfasst am 22. September 2008 von Michael Klein (Kategorie: CD-Rezensionen) — 1.467 views

Zurück zu alter Stärke?

Die vor einigen Monaten bekannt gegebene Rückkehr von Matt Barlow hat hohe Wellen geschlagen. Entsprechend hoch waren auch die Erwatungen an das neue Werk der Amis. Obwohl der Ex- und Wieder-Sänger kurz zuvor bei den dänischen Pyramaze einen guten Eindruck hinterlassen hat, fragten sich nicht wenige, ob er das hohe Niveau seiner letzen Arbeiten mit Iced Earth („Horror Show“, 2001) auch auf dem neuen Output halten kann. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, er kann! Matt singt wie ein junger Gott und beweist bei jedem Song, dass seine die einzige Stimme ist und bleiben wird, die zu Iced Earth passt. Bei so gefühlvoll und hervorragend intonierten Stücken wie der (mit rasantem Mittelteil versehenen) Halbballade „A Gift Or A Curse“ oder dem vorab als Single veröffentlichten „I Walk Alone“ geht jedem Fan das Herz auf. Erst wenn man Barlow am Mikrofon hört, begreift man, was der Band bei den vorherigen Alben gefehlt hat.

The Crucible of Man“ ist zudem wesentlich besser produziert als der erste Teil der „Something Wicked“-Saga und wirkt weniger zerfahren, da die einzelnen Songs nicht mehr von tausenden Zwischenstücken unterbrochen werden. Die einzelnen Stücke stehen mehr im Mittelpunkt – doch sind genau diese erneut das größte Manko: Der epische, orchestrale Beginn mit dem anschließend bombastischen „Behold The Wicked Child“ weckt große Hoffnungen, die sich nicht erfüllen. Zu viele Stücke versinken im (für Iced-Earth-Verhältnisse) Mittelmaß. Es sind zwar alle Trademarks vorhanden, doch gelingt es Mastermind Jon Schaffer nicht, daraus schlüssige Songs zu basteln. Man hat das Gefühl, dass sich viele Ideen (wie auch beim Album zuvor) wiederholen. Kaum eine Nummer bleibt im Ohr hängen – so toll sie auch gespielt und gesungen sind.

Mit dem atmosphärischen „Come What May“ oder dem flotten „Divide Devour“ kommen gegen Ende der Platte zwar noch zwei Highligts zum Zug, jedoch fehlen dem Konzeptwerk ein paar mehr Kracher von diesem Kaliber, um an Klassiker wie „The Dark Saga“ oder „Something Wicked This Way Comes“ anzuschließen. „The Crucible Of Man“ ist also nicht die erwartete Granate im CD-Regal, aber sie ist um Längen besser als „Framing Armageddon“ und deutet vielleicht schon ein wenig an was in Zukunft auf uns zukommen könnte. Und das könnte großartig werden! (mk)

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Bewertung: 5/15 Punkte
Genre:
Heavy Metal
Herkunft: USA
Label: Steamhammer
Veröffentlichungsdatum:
05.09.2008
Homepage:
www.IcedEarth.com

Tracklist

  1. In Sacred Flames
  2. Behold the Wicked Child
  3. Minions of the Watch
  4. The Revealing
  5. A Gift Or A Curse?
  6. Crown of the Fallen
  7. The Dimension Gauntlet
  8. I Walk Alone
  9. Harbinger of Fate
  10. Crucify The King
  11. Sacrificial Kingdoms
  12. Something Wicked (Part 3)
  13. Divide Devour
  14. Come What May
  15. Epilogue

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